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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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Uneinigkeit, sodann das Erstarken der nordischen Staaten, vorallem Englands, endlich der fehlende Schutz einer starken Machtim Reiche führten seit dem Ende des Mittelalters allmählich denNiedergang der Hanse herbei.

7. Auf Ruprecht von der Pfalz folgte Sigmund (1410 bis1437). Da ein Teil der Kurfürsten seinen Vetter Iost vonMähren wählte und auch Wenzel seine Ansprüche auf-recht erhielt, hatte das Reich eine Zeitlang drei Könige.

8. Eben so große Verwirrung war in der Kirche ein-getreten, indeni dreiPäpste nebeneinander in verschiedenenLändern Anerkennung gefunden hatten. Durch die Bemüh-ungen Sigmunds kam endlich eine große Kirchenversamiu-lung in Konstanz (1414—1418) zustande, welche die Kirchen-spaltung (Schisma) beilegen, eine Reform der Kirche an Hauptund Gliedern vornehmen und über die Ketzerei des Johann Husentscheiden sollte. Hier übertrug er seinem Freunde und Be-rater, Friedrich von Hohenzollern, Burggrafen vonNürnberg, 1416 die Mark Brandenburg nebst der Kurwürde.

Um die Einheit der Kirche wieder herzustellen, ent-setzte die Kirchenversammlung nach dem Grundsätze, daß sieüber dem Papste stehe, alle drei Päpste ihrer Würde undwählte einen neuen Papst. Doch kam die beabsichtigte Re-form a t i o n der Kirche an Haupt und Gliedern nicht zustande.

9. Dagegen entschied die Kirchenversammlung über dieLehren des Johann Hus, Professors an der Hochschule zuPrag. Er hatte nämlich nach dem Vorgänge des Engländers- Wiclif die Lehre voni Ablaß und von der

l-tl» unbeschränkten Herrschaft des Papstes bekämpft.Johann Hus 7. Auch verlangten er und seine Anhänger, daß

- auch den Nicht-Geistlichen oder Laien das Aben d-

mahl unter beiderlei Gestalt des Brotes undWeines gereicht werde. Mit diesen religiösen Forderungenverband Hus als fanatischer Tscheche einen erbitterten Kampfgegen das Deutschtum in Böhmen, der 1409 zur Gründungder Universität Leipzig geführt hatte. Hus wurdezur Verantwortung nach Konstanz geladen, aber für einenKetzer erklärt und 1415 verbrannt.

10. Die Nachricht hiervon rief unter den Tschechen einegroße Erregung hervor. Als Wenzel starb, verweigerten dieHusiten Sigmund die Anerkennung als König vonBöhmen und griffen zu den Waffen. So kam es zu denHusitenk liegen (1419—1434). Unter Führung des fana-tischen Johann Ziska und dann der beiden Prokopeschlugen die Husiten alle deutschen Heere in die Flucht und