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nach Europa über, eroberten den größten Teil des griechischenoder oströmischen Kaiserreiches und machten Adrianopelzu ihrer Hauptstadt. Infolge dieses Vordringens wandertenviele Gelehrte nach Italien aus und regten hier aufs neuezu einer lebhaften Beschäftigung mit den Schriftsteller» undder Kunst der alten Griechen und Römer an. 1453 erobertendie Türken Ävnstantinopel und machten damitKonstantinopel dein oströmischen Kaiserreiche ein Ende. Seitdemvon den Türken waren die eroberungslustigen Türken für langeZeit eine große Gefahr für die angrenzendenchristlichen Staaten, besonders auch für das Deutsche Reich.
».Friedrich III. hielt trotzdem zäh fest an dem Glaubenan eine große Zukunft seines Hauses. Wirklich erhielt dies imWesten einen bedeutenden Machtzuwachs. Im 14. Jahrhunderthatte ein französischer König einem seiner Söhne das westlichder Saone gelegene Herzogtum Burgund verliehen. Zu diesemGebiet wurden in der Folge durch Erbschaft und Kriege dieFreigrafschaft Burgund, ferner große Teile von Holland,Belgien und Nordfrankreich gefügt. Herzog KarlderKühneerstrebte für dieses wichtige Gebiet die Königskrone und ver-handelte darüber mit Friedrich IIl., dem er die Handseines einzigen Kindes Maria für dessen Sohn Maximi-lian anbot. Doch zerschlugen sich die Verhandlungen. Karlder K ü h n e geriet in einen Krieg mit den Schweizern,wurde aber von ihnen bei Grauso» und bei Murtenvöllig geschlagen. In: folgenden Jahre (1477) verlor er beiN ancy Schlacht und Leben. Als nun der französische KönigAnspruch auf ganz Burgund machte, vermählte Maria sichmit Maximilian. In dem Kriege gewann Maximiliandie wichtigen, durch Handel und Gewerbe blühenden Nieder-lande für sein Haus, während Burg u n d an Frankreich fiel.
6. Friedrichs Sohn und Nachfolger Maximilian I.(1493 - 1619) war ein Herrscher von hoher Begabung und viel-seitigem Streben, aber ohne Ausdauer. Als Freund undGönner der Kunst gab er dem Maler AlbrechtTürer unddem Erzgießer Peter Bischer Aufträge. Er war einMeister in allen ritterlichen Fertigkeiten — „der letzte Ritter"wird er genannt — ein kühner Jäger und ein vorzüglicherKenner des Kriegswesens (Artillerie; Landknechtswesen).
7. Auf dem Reichstage zu Wor in s wurde1495 ein ewiger Landfriede geboten. Auch wurdeals höchster Gerichtshof das Reichskammer -gericht errichtet, das zuerst zu Frankfurt amMain, zuletzt seinen Sitz inWetzlar hatte. Das Reich wurde
I4K.',
Ewiger
Landfriede