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Otto II. Otto III. Heinrich II. ZZ 40. 41.
dova in Spanien wechselte Otto Gesandtschaften. Die Grundsäule derKaisermacht aber war ausschließlich Deutschland. Hier starb Otto,nachdem er noch einmal alle Großen um sich gesammelt hatte. InMagdeburg, das der Kaiser groß gemacht hatte, fand er seine letzteRuhestätte.
§ 40. Otto II.. 973-983. und Otto III.. 983-1092.
S73—983 i. Kaiser Otto II. war erst 18 Jahre alt, als er seinem Vater folgte,
gleichwohl regierte er mit Kraft und Einsicht. Innere Unruhen in .. >
Deutschland, die von seinem Vetter Heinrich dem Zänker von Bayern ^ausgingen, dämpfte er leicht; dm Karp.Irng.e.r. auf FrankreichsThron, der ihn in Aachen hatte überrumpeln wollen, griff er an und " .drang bis Paris vor: auch in Italien trat er kräftig aus^erlitt abergegen die Araber bei Cotrone in Unteritalien eine Niederlage, dieschwere Folgen hatte. In Italien wankte seine Herrschaft, und dieWenden in Deutschland begannen das verhaßte deutsche Joch und mitihm das Christentum abzuschütteln. Es war ein harter Schlag, daß Ottoin dieser schwierigen Zeit in Rom starb, geradezu verhängnisvoll aberwar, daß sein gleichnamiger Sohn.und Nachfolger, Otto III., erst ein /->
983-1002dreijähriger Knabe war. s
2. Schon um die Vormundschaft entstand ÄwistF und als dann !
Ottos III. Mutter Theophano und später seine Großmutter Adelheid in ''
seinem Namen regierten, da konnten die Frauen trotz aller Klugheit nichthindern, daß die Großen des Reiches, die Herzöge, Markgrafen undGrafen, immer selbständiger wurden.
Noch mehr ging die Macht des deutschen Reiches zurück, seit der15jährige Otto III. mündig erklärt worden war und nun, ein ehrgeiziger,aber unstäter Jüngling, selbst die Regierung übernahm. Er träumtevon der Aufrichtung eines christlichen Weltreiches, das in Rom seinenMittelpunkt haben sollte. Hochgebildet, ja gelehrt, schämte er sich der„Roheit" seiner Deutschen und liebte die falschen Römer. Darum warer fast mehr in Italien als in Deutschland; in Italien starb er auch1002, kaum 22 Jahre alt. An der Seite des Kaisers Karl in Aachen,dessen Grab er einst in unheimlicher Neugier erbrochen hatte, ward er i
beigesetzt. ' -
§ 41. Heinrich II.. 1902—1024. DerZetzft vom ruhmreichen !
Stamm der Sachse», Herzog Heinrich von Bayern, Heinrichs I. Ur- >
1002—1024 enkel, folgte als Heinrich II. Mühselig war seine Regierungszeit, da er !
das erschütterte Reich erst wieder neu begründen mußte. Im Ostenreichte die deutsche Macht, die unter Otto dem Großen bis Posen sicherstreckt hatte, damals nur bis zur Elbe, und auch Heinrich vermochtenicht viel gegen den mächtigen Polenherzog, der östlich von der Elbe '
gebot. Glücklicher war er auf seinen drei Zügen nach Italien. InPavia ward er mit der lombardischen, in Rom mit der Kaiserkrone ge- >