Band 
Heft 3.
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England.

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Sie war streng kirchlich gesinnt, liebte aber rauschendeHoffeste, hatte steten Umgang mit Künstlern und Schrift-stellern, sprach und schrieb selber sehr lebhaft und an-ziehend; war aber nicht sittenstreng; liebte die Jagd.

All das mißfiel dem protest. Geist und machte die Königinbei den Protestanten verhaßt.

Aber trotz der Mißstimmung heiratete Maria Stuart in 2terEhe ihren Vetter, den kathol. Grafen Darnley undgab ihm auch den Königstitel, ungeachtet des Wider-spruchs der Elisabeth, der Protestanten und desfranzösischen Hofes.

Maria erhielt die Strafe für diesen Trotz. Darnley war einroher Mensch und hatte keine feinen Sitten. Er miß-handelte Maria und ließ ihren Geheimschreiber Ricciovor ihren Augen ermorden.

Riccio war ein Piemontese und der Geheimschreiber desErzbischofs von Turin, kam auf einer Gesandschafts-reise nach Schottland und entzückte die schottischeKönigin Maria Stuart durch seinen Gesang und seinemusikalischen Talente.

Sie stellte ihn an als Geheimschreiber für ihre französischeKorrespondenz. Er erwarb sich durch Treue und Dienst-eifer die Gunst der Königin in hohem Maße und ge-wann bedeutenden Einfluß auf die Staatsgeschäfte. Da-rauf war Darnley eifersüchtig, denn Maria ließ ihnan keinen Regierungsgeschäften teilnehmen, wohlaus Furcht vor Elisabeth und den Protestanten. Einunerlaubtes Verhältnis zwischen Riccio und Maria Stuarthat nicht bestanden. Trotzdem verdächtigte ihn Darnley,ließ ihn im Zimmer der Königin überfallen, ins Vor-zimmer schleppen und mit mehr als 50 Dolchstichenaus dem Leben schaffen.

Diese Tat flößte der Maria Abscheu vor Darnley ein.Sie söhnte sich zwar zum Scheine mit ihm aus, schenkteaber von da an ihr Vertrauen dem Grafen Both well.Darnley erkrankte an den Blattern. Maria pflegte ihnin seinem Landhause. Eines Abends flog dasselbe indie Luft, kurz nachdem Maria es verlassen hatte. DerLeichnahm Darnleys lag in einem benachbarten Garten