Band 
Erster Teil.
Seite
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Schau auf diesen und dann trink und sei fröhlich; denn wenndu tot bist, so wirst du sein wie dieser.

Sie bleiben den Sitten ihrer Väter treu und nehmen keinefremden an. Eine erinnert an die Lakedämonier: Wennjüngere Leute älteren begegnen, so weichen sie diesen aus;und wenn ältere sich zu ihnen gesellen, so stehen sie vonihrem Sitze auf. Hingegen ist nicht hellenisch, daß sie, statteinander auf den Straßen zu grüßen, sich tief verbeugen unddabei die Hand bis auf das Knie herablassen. Sie tragen linneneRöcke, die um die Schenkel mit Troddeln besetzt sind; darüberwerfen sie weiße wollene Mäntel. Keiner jedoch geht mit wol-lenem Anzug in den Tempel, noch wird einer damit begraben;denn das wäre Sünde.

Die Heilkunde ist bei ihnen so verteilt, daß jeder Arztsich nur mit einer Krankheit, nicht mit mehreren befaßt;daher gibt es Ärzte in Menge, solche für die Augen, anderefür den Kopf, andere für die Zähne, andere für den Magen undbesondere innere Krankheiten. Totenklage und Bestattung ge-schehen in folgender Weise: Wenn in einem Hause jemand voneiniger Bedeutung gestorben ist, so bestreichen sich alle weib-lichen Angehörigen Kopf und wohl auch Gesicht mit Lehm.Während sie den Toten im Hause lassen, rennen sie in derStadt umher und schlagen sich auf die entblößte Brust, des-gleichen alle ihre weiblichen Verwandten und auch die Männer.Und wenn sie das getan haben, bringen sie den Toten zur Ein-balsamierung. Diese Kunst liegt in den Händen besondererLeute. Wenn diesen der Leichnam gebracht wird, zeigen sieden Trauernden Muster von Leichnamen aus Holz, recht natür-lich bemalt; drei Arten der Einbalsamierung empfehlen sie, ver-schieden im Preis. Wenn die Leidtragenden eine gewählt haben,geben sie von dannen; die andern aber bleiben in ihrer Woh-nung und nehmen die Einbalsamierung vor. Zuerst ziehen siedas Gehirn zum Teil mit einem Messer durch die Nasenlöcherheraus, und dann entfernen sie den Rest, indem sie auflösendeFlüssigkeiten eingießen. Dann machen sie mit einem scharfenäthiopischen Steine einen Einschnitt in die Weiche und neh-men alle Eingeweide heraus. Nachdem sie die Bauchhöhle ge-reinigt und mit Palmwein ausgespült haben, säubern sie die-selbe nochmals mit geriebenem Räucherwerk. Alsdann füllen