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sie die Bauchhöhle an mit zerriebenen reinen Myrrhen, mitKasia *) und allem übrigen Räucherwerk, Weihrauch ausgenom-men, und nähen sie wieder zu. Der Leichnam wird daraufin Natron eingelegt und siebzig Tage beiseite gestellt; län-ger dürfen sie ihn nicht einlegen. Dann waschen sie die Leiche,umwickeln sie mit Streifen von Byssosleinwand und über -streichen sie mit Gummi, dessen sich die Ägypter meist stattdes Leims bedienen. Hierauf nehmen die Angehörigen den To-ten in Empfang, lassen sich eine hölzerne Form in Menschen-gestalt anfertigen und legen alsdann den Toten hinein. Nach-dem sie ihn auf diese Weise eingeschlossen haben, bewahrensie ihn wie einen Schatz in der Grabkammer und stellen ihnaufrecht an die Wand. So bestatten sie die, welche auf diekostbarste Art einbalsamiert wurden.
2. Von den Ständen der Ägypter.
Herodot, II, 164, 167.
Nach J. Ohr. F. Kahr, K. Abiclit und Lange-Giithling.
Die Ägypter haben sieben Stände [Kasten], nämlich diePriester, die Krieger, die Rinderhirten, die- Schweinehirten, dieGewerbetreibenden, die Dolmetscher, die Schiffer. Ich kann nichtmit Bestimmtheit sagen, ob die Hellenen auch dies von denÄgyptern angenommen haben, daß, wie bei den Thrakern,Skythen, Persern, Lydern und fast allen Barbaren, die ge-werbetreibenden Bürger, sowie deren Nachkommen für minderehrenwert gehalten werden, diejenigen dagegen, die sich mitkeinem Handwerk befassen, für edel gelten, vor allem die Krie-ger. Alle Hellenen haben dies übernommen, besonders die Lake-dämonier; am wenigsten verachtet sind die Handwerker bei denKorinthern.
*) Cassia, I’J'lanzengattung aus der Familie der Leguminosen.Ihre Blätter dienen als I’urgiermittel (Sennesblätter). Eine in Ägyptenwachsende Art zeitigt Samen, die gegen die ägyptische Augenkrank-heit angewendet werden.