Band 
Erster Teil.
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glaubte Xenophon, eine wichtigere Veranlassung voraussetzenzu müssen. Er Schwang sich also aufs Pferd und sprengte in.Begleitung des Lykios und der Reiterei zur Hilfe heran. Jetzthörten sie sofort Iden fortlaufenden Zuruf der Soldaten: „DasMeer! Das Meer!“ Nun entstand ein allgemeines Laufen, auchbeim Nachzuge; das Zugvieh und die Pferde wurden ebenfallsdahin getrieben. Nachdem nun alle den Gipfel erstiegen hat-ten, umarmten die Heerführer und Hauptleute einander unterTränen. Und -auf der Stelle trugen die Soldaten, ich weiß nicht,auf wessen Befehl, Steine zusammen und legten eine großeMenge roher Häute und Stäbe und die erbeuteten Flechtschildedarauf. Der Wegweiser und andere, die dieser dazu antrieb,zerhieben die letztem. Hierauf entließen die Griechen den Weg-weiser, nachdem sie ihn aus dem gemeinen Gute mit einemPferde, einer silbernen Schale, einem persischen Anzuge undzehn Dareiken beschenkt hatten. Er bat besonders um Ringeund erhielt deren eine große Menge von den Soldaten. Nach-dem er den Griechen das Dorf, wo sie übernachten sollten, undden Weg in das Gebiet der Makronen*) gezeigt hatte, schieder abends Von ihnen und kehrte nachts in seine Heimat zurück.

38. Agesilaos.

Xenophon, Lobrede auf Agesilaos, 11. Nach A. II. Christian.

Agesilaos ehrte das Heilige auch bei den Feinden, weil erglaubte, die Götter müsse man ebenso im Lande der Feinde,wie in dem der Freunde sich zu Mitstreitern machen. Gegendie, welche in den Tempeln der Götter Schutz suchten, selbstwenn sie Feinde waren, brauchte er keine Gewalt; denn essei widersprechend, so meinte er, die, welche etwas aus denTempeln stehlen, Tempelräuber zu nennen, die aber, welcheSchutzflehende von den Altären wegreißen, für gottesfürchtigzu halten. Er führte beständig den Ausspruch im Munde, erglaube, die Götter fänden nicht weniger Wohlgefallen an from-men Handlungen, als kn reinen Opfern. Ja, selbst wenn er glück-lich war, erhob ier sich !nie über andere Menschen, sonderndankte den Göttern, und wenn er Ursache hatte, gutes Mutes

*) ^Mächtige Völkerschaft an der Südküste des Schwarzen Meeres.