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kleinen Zeitaufwand für eure ganze künftige Politik viel anErfahrung gewinnen werdet.
Ich sprach also: „Was ist die Absicht des Philipp, und warumhat er Elateia weggenommen? Um durch Aufstellung einer be-waffneten Macht ganz in der Nähe seine Freunde z:u ermutigenund kühn zu machen, seine Gegner aber einzuschüchtern undsie so zu zwingen, entweder aus Furcht in das, was sie jetztnicht mögen, sich zu fügen, oder der Gewalt zu weichen. Wasalso halt’ ich für erforderlich? Die gegenwärtige Furcht schwin-den zu lassen, andern Sinnes zu werden und für die Thebanerzu fürchten — die Gefahr trifft sie früher — dann mit der waffen-fähigen Mannschaft und den Reitern nach Eleusis auszurückenund allen zu zeigen, daß ihr selbst fin Waffen steht, damitdie, welche in Theben auf unserer Seite stehen, auf gleicheWeise freimütig für das Recht eintreten können. Verlangt nichtsvon den Thebanern — der Zeitpunkt wäre dafür unpassend —sondern versprecht ihnen Hilfe, wenn sie es verlangen, da siein der größten Gefahr schweben, wir aber die Sachlage un-befangen beurteilen können.“
Nachdem ich auf diese Weise gesprochen, stieg ich von derTribüne. Als mir nun alle zustimmten und niemand widersprach,begnügte ich mich nicht mit meinen Worten, sondern schriebden Antrag auch nieder; aber auch damit gab ich mich nichtzufrieden, ich übernahm auch die Gesandtschaft nach Theben,und nicht genug damit: auch die Thebaner selbst habe ich ge-wonnen. Von Anfang bis zu Ende habe ich alles durchgeführtund mich für euch ohne Rücksicht den Gefahren preisgegeben,die die Stadt ringsum bedrohten!
43. Die Schlacht bei Chäroneia, 338 v. Chr.
Diodor, XVI, 85 f. Nach Jul. Fr. Wurm.
Das Volk erhob sich zu neuer Hoffnung, da es seine bis-herige Kriegsmacht durch den Beitritt der Böoter verdoppeltsah. Sogleich ernannte es auch die Feldherren, Chares undLysikles, und die gesamte Bürgerschaft begleitete das Heerbewaffnet nach Böotien. Bereitwillig zog die ganze junge Mann-