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men sein und dazu den Mut gehabt haben, wenn nicht die Legionenvor Capua vernichtet wären. Daher besetzten die Männer dieMauern und die wohlgelegenen Punkte vor der Stadt, dieFrauen gingen von Tempel zu Tempel und flehten die Götter umRettung an, indem sie mit ihrem Haar den Boden der Tempelfegten. Dies ist nämlich bei ihnen Sitte, wenn das Vaterlandvon äußerster Gefahr bedroht ist. Als aber Hannibal sein Lageraufgeschlagen hatte und am nächsten Tage einen Anschlag aufdie Stadt selbst zu machen gedachte, brachte den Römern einunvermutetes und zufälliges Zusammentreffen Rettung. Gnäusund Publius*) hatten nämlich die Aushebung der einen Legionschon früher vorgenommen und die Soldaten eidlich verpflichtet,auf jenen Tag bewaffnet nach Rom zu kommen; bei der andernLegion aber hielten sie damals gerade die Aushebung und Musterung ab. So war von selbst eine Menge Männer im entscheiden-den Augenblick in Rom versammelt. Die Konsuln führten diese mu-tig hinaus, lagerten sich vor der Stadt und vereitelten so den Ver-such des Hannibal. Die Karthager drangen nämlich anfangswirklich gegen die Stadt vor, da sie nicht ganz, ohne Hoffnungwaren, Rom selbst mit Gewalt einzunehmen. Da sie aber dieGegner in Schlachtordnung aufgestellt erblickten und schnelldurch einen Gefangenen das Geschehene erfuhren, standen sievom Angriff auf die Stadt ab, verwüsteten aber das flacheLand, indem sie es durchstreiften und die Häuser in Brandsteckten.
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14. Der Friede zwischen Rom und Karthago, 201 v. Chr.
Polybios, XV, 18. Nach J. F. C. Campe.
Die den Karthagern vörgelegten Friedensbedingungen ent-hielten folgende Hauptpunkte:
Sie sollen alle Städte in Libyen behalten, die sie schon vorher,ehe sie den letzten Krieg gegen die Römer begonnen, besessenhaben, desgleichen alles Land, das 'sie schon vor Alters in Besitzgehabt, nebst Vieh, Sklaven und übrigem Eigentum. Auch sollenvon jenem Tage an die Karthager unbeschädigt bleiben, nachihren eigenen Sitten und Gesetzen leben und ohne fremde Be-satzung sein. .
*) Gnäus Fulvius und Publius Sulpicius Galba, die Konsuln desJahres 211 v. Chr.