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dem Volke, der eben in der Halle opferte, faßte ihn mit derHand und bat, er möchte des Vaterlandes schonen. Hierdurchnoch mehr aus der Fassung gebracht, sah ihn Gracchus mit wildemBlicke an. Daraus schloß einer der Anwesenden, jetzt sei derZeitpunkt da, und in der Meinung, dem Gracchus etwas Angeneh-mes zu erweisen, wenn er zuerst das Werk anfange, zog er denDolch und stieß Antullus nieder. Als hierauf ein Geschrei ent-stand und man den Leichnam in der Mitte sah, sprangen alleaus Furcht vor weiterem Unheil vom Tempel herab. Gracchuskam zwar zur Versammlung herbei und wollte sich wegen desVorgefallenen entschuldigen. Aber niemand hielt bei ihm mehrstand; alle wichen vor ihm wie vor einem Verbrecher zurück. Dawußten sich Gracchus und Flaccus nicht mehr zu helfen; sieliefen mit ihren Verbündeten in ihre Häuser. Die übrige Volks-menge hielt schon von Mitternacht an, wie bei einer wirklichenGefahr, das Forum besetzt. Der in der Stadt anwesende Kon-sul Opimius befahl einer Anzahl Bewaffneter, sich bei Anbruchdes Tages auf dem Kapitol zu versammeln, und berief den Senatdurch Herolde zusammen. Er selbst lauerte in der Mitte derStadt im Tempel der Dioskuren auf die Dinge, die da kommensollten.
Später berief der Senat Gracchus und Flaccus aus ihrenHäusern auf das Rathaus zur Verantwortung. Diese aber liefenbewaffnet auf den aventinischen Hügel, in der Hoffnung, derSenat werde sich nach der Besetzung desselben zu einem Ver-trag eher geneigt- finden lassen. Im Hinlaufen riefen sie dieSklaven zusammen und versprachen ihnen die Freiheit; aberkeiner folgte ihnen. Nun besetzten sie mit ihren Haufen denTempel der Diana und befestigten ihn; zugleich schickten sieden Sohn des Flaccus, Quintus, an den Senat, mit dem Begehreneiner Aussöhnung und künftigen Eintracht. Der Senat dagegenbefahl ihnen, sie sollten die Waffen niederlegen, aufs Rathauskommen und sagen, was sie wollten, widrigenfalls aber niemandmehr senden. Als sie trotzdem den Quintus zum zweitenmalschickten, ließ der Konsul Opimius diesen festnehmen, da erihn nicht mehr als Gesandten betrachten könne; gegen denGracchus aber und seine Partei schickte er die Bewaffneten.Gracchus floh mit einem einzigen Sklaven über die hölzerneBrücke auf das jenseitige Ufer des Flusses in einen Hain und ließ