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Plätze wählte, die er noch verschanzen ließ, um des Nachtsvor Überfällen sicher zu sein. Auf solche Weise rückten sieimmer weiter fort und kamen endlich zu den sogenannten sex-tischen Wassern, von wo sie nur noch einen kurzen Weg bis zuden Alpen hatten. Deshalb entschloß sich Marius, hier ein Tref-fen zu liefern.
Die Ambronen, die sich den Magen vollgegessen und durchden Wein noch mehr Feuer und Mut bekommen hatten, rücktennicht etwa in unordentlichem, wütendem Laufe oder mit wildemFeldgeschrei heran, sondern schlugen nach einem gewissen Taktan ihre Waffen, marschierten darnach alle im gleichen Schrittund riefen wiederholt ihren Namen Ambronen, entweder um sichgegenseitig zu ermuntern oder um die Feinde durch diese An-kündigung in Furcht zu setzen. Die Römer töteten fast alle; dieübrigen verfolgten sie bis zu dem Lager und zu den Wagen.Hier aber kamen ihnen die Weiber, mit Schwertern und Äxtenbewaffnet, entgegen und setzten sich unter gräßlichem und wüten-dem Geschrei gegen die Fliehenden so gut als gegen die Ver-folger zur Wehr, gegen jene als Verräter, gegen diese als Feinde.Sie mengten sich mitten unter die Streitenden, rissen mit bloßenHänden den Römern die Schilde weg, fielen ihnen in die Schwer-ter und ließen sich mit unbesiegtem Mute bis zum Tode ver-wunden und in Stücke hauen. . . .
Von den Barbaren waren noch viele Tausende unbesiegt ge-blieben, und die entflohenen Ambronen, die sich mit diesen ver-einigt. hatten, erhoben in der Nacht ein Klagegeschrei, das nichtdem Winseln und Jammern von Menschen glich, sondern einmit Drohungen und Klagen untermischtes Geheul und Brüllenwilder Tiere war und, weil es von einer so ungeheuren Mengekam, an den umliegenden Bergen und den Ufern des Flusseswiderhallte. Ein schauriges Getöse erfüllte die ganze Ebene.
Zwei Tage später wurden die Teutonen und die entkommenenAmbronen in einer großen Eeldschlacht besiegt und ihr Lager erobert.
Aus der Cimbernsdilacht bei Vercellä, 101 v. Chr. Ca-tulus*), der den Cimbern entgegengestellt war, setzte sich hinterdem Flusse Atison**) fest und legte, um den Feinden denÜbergang zu verwehren, auf beiden Seiten starke Verschanzun-
*) Konsul des Jahres 102 v. Chr.
**) Etsch.