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ten seine dazu bestellten Soldaten die sechstausend Mann nieder-hauen. Das Jammergeschrei so vieler Menschen, die in einemengen Raume niedergemetzelt wurden, drang, wie leicht zu er-achten, bis in den Tempel, und da die Senatoren darüber er-schraken, sagte Sulla mit unveränderter, ruhiger Miene, siesollten nur auf seine Rede achten und sich um das, was draußenvorgehe, nicht bekümmern; es würden auf seinen Befehl nureinige böse Leute gezüchtigt.
Sulla gab sich überhaupt nur mit Mord und Totschlag abund erfüllte die Stadt mit zahllosen Hinrichtungen, die gar keinEnde nehmen wollten. Viele, die nie etwas mit ihm zu tun gehabthatten, wurden bloß aus Privatfeindschaft umgebracht, weil Sullaseinen Anhängern aus Gefälligkeit die Erlaubnis dazu gab. Daherunterstand sich ein junger Mann, Gajus Metellus, ihn in vollerSenatsversammlung zu fragen, wann diese Übel einmal ein Endenehmen würden und wie weit er noch gehen wolle, bis man einEnde des gegenwärtigen Verfahrens erwarten dürfe. „Wir bittennicht,“ fuhr er fort, „für die, die du zu töten beschlossen hast,sondern wir bitten, diejenigen, die du am Leben lassen willst,von der Furcht und Ungewißheit zu befreien.“' Auf die Ant-wort Sullas, er wisse noch nicht, welche er leben lassen wolle,versetzte Metellus: „So mache wenigstens diejenigen bekannt,die du bestrafen willst.“ Und Sulla versprach dies.
Er erklärte nun sogleich achtzig Bürger in die Acht, ohneirgend eine Behörde darum zu befragen. Da alle deswegen un-willig waren, ächtete er tags darauf andere 220 Personen und amdritten Tage ebenso viel. Darauf sagte er in einer öffentlichenRede an das Volk, er habe jetzt die, auf die er sich besinnenkönne, in die Acht erklärt; die andern, die ihm entfallen seien,wolle er ein andermal verdammen. Für jeden, der einen Geächtetenaufnähme oder in Sicherheit brächte, bestimmte er den Todzur Strafe für seine Menschenliebe, ohne mit Brüdern, Kindernoder Eltern eine Ausnahme zu gestatten. Dagegen verspracher dem Mörder zwei Talente zur Belohnung für seine Bluttat,es mochte nun ein Sklave seinen Herrn oder ein Sohn seinenVater umbringen. Die größte Ungerechtigkeit dabei war, daß erauch die Söhne und Enkel der Geächteten für ehrlos erklärte undalle ihre Güter einzog.