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nichts als eine den Barbaren abgenommene Kriegsbeute war,einen ziemlich übermütigen und hohnsprechenden Gebrauch.
31. Aus Ciceros erster Rede gegen Catilina, 63 v. Chr.
Erste Catilinärische Rede — gehalten im Senat, in dessen Sitzungauch Catilina erschienen war — 1 ff., 5, 13. Bearbeitet nach Oberbreyerund Er. Carl Wolff.
Wie lange denn noch willst du, Catilina, unsere Langmutmißbrauchen? Wie lange noch soll diese deine Torheit ihr Spielmit uns treiben? Bis zu welchem Ziele wird diese grenzenloseFrechheit noch keck auftreten? Hat denn die nächtliche Besetzungdes Palatiums, die Bewachung der Stadt, die bange Besorgnisdes Volkes, das Zusammenströmen aller Vaterlandsfreunde, dieseso sicher beschützte Stätte der Senatssitzung, haben die Blickeund Mienen hier ringsum gar keinen Eindruck auf dich gemacht?Merkst du nicht, daß deine Pläne offenkundig sind? Siehst dunicht, daß durch die Kenntnis des ganzen Senats deine Ver-schwörung bereits in Fesseln liegt? Was du in der letzten, wasin der vorletzten Nacht getrieben hast, wo du gewesen, welcheLeute du zusammenberufen, welchen Anschlag du gefaßt hast:wer unter uns, meinst du, wisse das nicht? 0 Zeiten! 0 Sitten!Der Senat durchschaut es, der Konsul sieht es: und doch lebtdieser Mensch noch. Ja, er lebt nicht nur, sondern er kommtsogar in den Senat, er beteiligt sich sogar an seinen öffentlichenBeratungen, er bezeichnet und ersieht sich jeden von uns zumOpfer. Wir unerschrockenen Männer aber glauben, dem Staatschon Genüge zu tun, wenn wir der Wut und den Mordwaffendieses Menschen ausweichen. Zum Tode, Catilina, hätte mandich auf des Konsuls Befehl schon lange führen, über dich jenesVerderben verhängen sollen, das du gegen uns im Schilde führst.Hat nicht jener hochgestellte Mann, der Oberpriester PubliusScipio Nasica, als bloßer Privatmann den Tiberius Gracchus, derdie Staatsordnung nur in geringem Maße erschütterte, getötet?Und wir Konsuln wollen einen Catilina dulden, der den Erdkreisdurch Mord und Brand verwüsten will? Es gab, ja gab einst indiesem Staate eine solch männliche Gesinnung, daß tapfere Män-ner einen verderblichen Bürger durch härtere Strafen züchtigtenals den bittersten Feind. Wir haben einen Senatsbeschluß gegen
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