Band 
Erster Teil.
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in die wichtigsten Plätze Besatzungen zu legen und mit demübrigen Heere nach Ägypten zurückzukehren. Um sich aber nichtden Schein der Flucht zu geben, wollten sie nicht heimlich undauch nicht ganz offen davonsegeln, um die Verbündeten nichtin Furcht zu setzen. Man rüstete sich daher wie zu einer See-schlacht, um sich, wenn man Widerstand fände, durchzuschlagen.In dieser Absicht las man die besten Fahrzeuge aus, da dieZahl des Schiffsvolkes durch die erlittenen Verluste und durchAusreißer zusammengeschmolzen war, und verbrannte die übrigen.Als bei Nacht die Kostbarkeiten alle auf die Schiffe gebrachtwaren und alles vorbereitet war, rief Antonius die Soldaten zu-sammen und hielt eine [ermutigende] Rede an sie, [worin ergeringschätzig auf die Jugend, Unerfahrenheit und den schwäch-lichen Körper des Octavianus hinwies.]

Darauf ließ er alle vornehmen Römer die Schiffe besteigen,damit sie nicht, sich selbst überlassen, von ihm abfallen und zuden Feinden übergehen möchten; auch besetzte er die Schiffemit einer Menge von Pfeilschützen, Schleuderern und Schwer-bewaffneten. Er hatte Schiffe bauen lassen, die noch viel größerals die feindlichen waren, nur wenige mit drei, die andern mitvier, fünf bis zehn Ruderbänken. Auf denselben hatte er hoheTürme aufführen und mit vieler Mannschaft besetzen lassen,so daß sie wie von Mauern herab kämpften. Cäsar sah, wie siesich rüsteten und machte sich gleichfalls bereit.

Nach einer Rede an seine Soldaten wollte Cäsar die Feindevorbeifahren lassen, um sie auf der Flucht von hinten anzu-fallen. Denn da seine Schiffe schnell segelten, hoffte er, sienicht nur bald einzuholen, sondern rechnete darauf, daß, sobaldes ruchbar würde, daß sie entkommen wollten, die übrigen,ohne einen Kampf zu wagen, zu ihm übergingen. Agrippa*)brachte ihn aber davon ab, indem er befürchtete, die Feindemöchten die Segel beisetzen und einen Vorsprung gewinnen;auch glaubte er, daß der Sieg ihm nicht schwer werde, weilgerade ein starker Regenguß, mit einem heftigen Sturme ver-

*) Freund und Vertrauter des Augustus; im Krieg und Friedenseine rechte Hand. 23 v. Chr. vermählte er sich mit Augustus’Tochter Julia. Nicht nur als Feldherr und Staatsmann war er bedeu-tend, sondern auch als Schriftsteller, besonders in der Erdkunde.Vergleiche S. 277

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