Band 
Erster Teil.
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seiner Sänfte niedergefahren war und einen vorleuchtenden Skla-ven getroffen hatte. Einige Bauwerke errichtete er auch unterfremdem Namen, nämlich im Namen seiner Enkel, seiner Ge-mahlin und seiner Schwester. Aber auch die andern bedeutendenMänner forderte er wiederholt auf, nach ihrem Vermögen dieStadt mit öffentlichen Denkmälern, sei es mit neuen, oder durchAusbesserung und Verschönerung bereits vorhandener schmückenzu helfen, und in der Tat folgten viele diesem Aufrufe.

Den ganzen Stadtumfang teilte Augustus in Regionen undStraßenquartiere ein und traf zugleich die Einrichtung, daß überjene alljährlich durchs Los bestimmte Behörden, über diese dievon der Einwohnerschaft jedes Straßenquartiers gewählten Quar-tiermeister die Aufsicht führen sollten. Gegen die Feuersbrünsteführte er Nachtwachtposten und Wächter ein. Um den Über-schwemmungen Einhalt zu tun, ließ er das Bett des Tibers,das schon seit langem von Schutt angefüllt und durch einge-fallene Gebäude verengt war, erweitern und reinigen. Um dieVerbindung der Stadt mit den Prov in zen nach allen Seiten hinzu erleichtern, übernahm er selbst die Fortführung der Flamini-schen Heerstraße bis nach Ariminum hin und verteilte die übrigenunter die Feldherren, welche Triumphe gefeiert hatten, zur Her-stellung aus den ihnen zugefallenen Beutegeldern. Heilige Ge-bäude, die vor Alter zusammengestürzt oder durch Feuersbrunstzerstört worden waren, stellte er wieder her und stattete siewie die übrigen mit sehr reichen Geschenken aus, wie er dennallein in den Tempelschatz des Kapitolinischen Jupiter in einereinzigen Schenkung sechzehntausend Pfund Goldes und kostbareSteine und Perlen im Wert von einer, halben Million Sesterzenniederlegte.

Strabon: Während die Hellenen beim Städtebau besondersdadurch ihr Ziel glücklich zu erreichen glaubten, daß sie aufSchönheit, Festigkeit, Häfen und fruchtbares Land abzielten,trugen die Römer am meisten für das Sorge, was jene wenigbeachteten, nämlich für Straßenpflästerung, Wasserleitungen undAbzugskanäle, die den Unrat aus der Stadt in den Tiber fort-spülen konnten. Sie pflasterten aber auch die Landstraßen, indemsie dabei Hügel abgruben und Vertiefungen ausfüllten, um dieSchiffsladungen auf Wagen weiter schaffen zu können. Die aus