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Darumb zuckt er im ab zwo krön, 1Vnd hat im nur die kleinst gelon.Auch hat den babst in gottes namenDarzu die menschen allesamen,
Die bei dem babst auch wollen ston,
In vngnaden gottes getlion.
So nun der keiser bei im stat,
Vnd den babst beschirmpt hat,
So darff er in auch greiffen an
Mit seinem zorn vnd seinem ban.Darumb ist er ein dapffer han,
Vnd ist vnß ein guter hauptman.Warnmb wolt er nit hauptmann sein,
So darff er greiffen in hart hinein,Vnd hat ab thon die sacrament,
Damit der babst vni hat gebient? 2Wan got im nit entrannen wer,
In liimel gestigen also fer,
Er het in selber griffen an,
Der grim zinck 3 vnd dapffer man.
25. Hans Sachs über Luther und die Reformation, 1523.
Hans Sachs, „Die wittembergisch nachtigal, die man iez höret liberal.“Deutsche Dichter des sechzehnten Jahrhunderts,, herausgegeben von Goedekeund Tittmann, Bd. V, 2. Teil, herausgegeben von Tittmann, S. 10 ff. Gekürzt.
Wacht auf, es nahent gen 4 den tag!ich hör singen im grünen hagein wunnikliche nachtigal;ir stimm durchklinget berg und tal.die nacht neigt sich gen occident,der tag geht auf von Orient,die rotbrünstige morgenrether durch die trüben wölken get,daraus die liechte sunn tut blicken,des mondes schein tut sich verdricken;der ist iez worden bleich und finster,der vor mit seinem falschen glinster 5die ganzen liert schaf hat gebient,das sie sich haben abgewentvon ihrem hirten und der weidund haben sie verlaßen beid,
1 Von den drei übereinander lieg-enden Kronen, den Symbolen der Herr-chaft über die streitende, die leidende und die triumphierende Kirche. — 2 WiesLuther meint. — 3 reizbar. — 4 nahet gegen. — 5 Glanz.