216
Darlehen, freiwillige Gabe, Steuer und eine ähnliche Auflage ohne gemeineZustimmung durch Parlamentsbeschluß; und es möge niemand zur Ver-antwortung gezogen, zum Eid gezwungen, persönlich in Anspruch .genommenoder verhaftet oder sonstwie belästigt und beunruhigt werden, deshalboder weil er sich geweigert, diese zu erledigen. Kein freier Mann sollin einem der vorerwähnten Fälle im Gefängnis gehalten werden. EurerMajestät möge es gefallen, Soldaten und Matrosen zu entfernen und IhrVolk nicht mehr in Zukunft so zu belasten, und die vorerwähnten Wei-sungen wegen des Verfahrens nach dem Kriegsgesetze zurückzuziehen undfür ungültig zu erklären und in Zukunft keine Weisungen ähnlicher Artan Personen zu erlassen, um sie in vorerwähnter Weise zu vollstrecken,damit nicht auf Grund solcher einige Untertanen Eurer Majestät zu Grundegenchtet oder getötet Werden können im Widerspruch mit den Gesetzenund Freiheiten des Landes.
9. Um all dies bitten wir untertänig Eure Erhabene Majestät als umunsere Rechte und Freiheiten, in Übereinstimmung mit den Gesetzen undVerordnungen dieses Reichs. Möge Eure Majestät geruhen zu erklären,daß die Urteile, Handlungen und Prozeduren, zum Nachteile Ihres Volkesin einem der erwähnten Fälle, künftig nicht als Beispiel oder zur Ablei-tung von Konsequenzen angezogen werden.
99. Zur Charakteristik Oliver Cromwells:
„Gott, der Helfer beim Siegen“.
Oliver Cromwell, Briefe und Reden, übersetzt und erläutert von34. Stähelin und P. Wernle, Nr. 41, 45, 46, 77, 154.
*
Ihr sehet, was der Herr an uns getan hat. Darf irgendein Menschsich eines Verdienstes dabei rühmen? G6tt geben wir allein die Ehre undmö.chten, daß es alle tun; denn ihm allein gebührt sie. So habt Ihr nundie Gnade von Long-Sutton zu der Gnade von Naseby '. Und ist das nicht,als. ob wir das Angesicht Gottes sähen? Von Naseby habt Ihr gehört;es war ein herrlicher Sieg. Dort wie hier hat es Gott gefallen, sich seinerKnechte zu bedienen. Und wenngleich die Menschen uns übel wollen undsich blähen vor Neid, so wissen wir, wer gesagt hat: wenn sie es jetztnicht sehen wollen, so müssen sie es doch dereinst sehen, und sich ihrerBosheit gegen sein Volk schämen. Vdn Naseby kann ich folgendes be-richten: Als ich den Feind sich aufstellen und in guter Ordnung auf unszukommen sah, und wir, eine Schar unerfahrener Leute, uns mühten, unserHeer in Ordnung zu bringen, und ich, im Auftrag des Generals, die ganze
1 Nach der entscheidenden Schlacht bei Naseby, 1645, war die nächste Auf-gabe, die festen Stellungen der Königlichen im Bergland von. Somerset zu nehmen.Der Erfolg von Long-Sutton führte zur Einnahme einer außerordentlich festenStellung bei Langport.