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tischen Statthalter und zog nach London, wo er wegen seiner Mittelstellungdie Gunst Karls II. erfuhr. Ein heftiger Feind des Katholizismus, ging er unterJakob II. nach dem Kontihent und half vom Haag aus die Expedition Wilhelmsvon Oranien vorbereiten. Die Revolution führte ihn nach England zurück, woer als Bischof von Salisbury und Mitglied des Parlaments zu den einflußreichstenPersönlichkeiten des Staates gehörte. Seiner History of bis own time fehlt natur-gemäß die reine Objektivität; gleichwohl hat sie bedeutenden Quellenwert.„Der Bericht über die Vorbereitungen Wilhelms III. zu seiner englischen Ex-pedition ist der beste, den man aus der Zeit selbst übrig hat.“ (Ranke).
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Am 1. November 1688 segelten wir mit der Abendebbe aus,liefen aber dieselbe Nacht nicht weit, damit uns die große Flotte folgenund wir dabei in guter Ordnung bleiben möchten. Wir versuchten des folgen-den Tags, nordwärts anzuschiffen; aber der Wind war so stark undStickost, * 1 daß wir nicht aus der Stelle kommen konnten. Gegen Mittagwurde das Zeichen gegeben, nach W'esten zu segeln. Der Wind verhin-derte die englische Flotte, aus der Themse herauszukommen. So hattenwir eine freie See und eine sichere Schiffahrt. Am 3. Novembersegelten wir zwischen Dover und Calais durch und kamen des Abendsin Sicht der Insel Wight. Da nun auf den nächsten Tag des PrinzenGebnrts- und Hochzeitstag zugleich einfiel, bildete er sich ein, wenn erau eben dem Tage landete, würde es der Armee glücklich Vorkommenund die Soldaten anfrischen. Wir alle aber, bedenkend, daß des nächstfolgenden Tags, nämlich am 5. November der Jahrestag des Pulverver-rats 2 sein würde, erachteten, es würde sich dieser besser nach dem Sinnder Engländer schicken, und waren froh, daß unsere Landung nicht ehergeschehen konnte. Torbay 3 hielt man für den besten Ort zum Aufent-halt der großen Flotte, und also beschloß man, die Armee so nahe alsmöglich bei Torbay ans Land zu setzen. Dieses war so weit von London,daß wir uns mit Pferden versehen und alles in Ordnung bringen konnten,ehe sich der König uns mit seiner-Armee näherte, wahrend wir unsereLeute unterdessen in Exeter 4 erfrischen wollten. Ich war mit des Prinzenanderen Bedienten in einem Schiffe, das die Avantgarde der ganzenFlotte führte, und um den Mittag kam Kussel zu uns an Bord mit dembesten englischen Lotsen. Er übergab ihm das Schiff zu steuernund befahl ihm, so zu segeln, daß wir des nächsten Morgens vor Dart-mouth 5 wären: denn die Absicht war, daß daselbst einige Schiffe anländen,die andern aber zu Torbay einlaufen sollten. Der Lotse dachte, sich inseiner Rechnung nicht zu irren und sich der Order gemäß zu verhalten,bis wir am Morgen erkannten, daß wir sowohl an Torbay als an Dartmouthvorbeigesegelt waren. Der Wind, obgleich er nicht so stark mehr war,blieb doch immer noch Stickost: also schien es für uns nötig zu sein,
1 Scharfer, direkt von Osten wehender Wind.
ä Pulverversehwörung, 5. November 1605.
1 Hafenplatz am Kanal. — *■ Hauptort der Grafschaft Devon. — 5 Klei ne
Stadt am Kanal