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mit großer Wirksamkeit zu bekämpfen; denn wir hatten erkannt, daßman ihnen Arsenik gegeben hatte, dessen Vorhandensein geschickt durchden Geschmack von Knoblauch versteckt worden war, den man in großenMengen verwendet hatte. Nach einigen Tagen war der Kranke in derLage, seinen Dienst wiederaufzunehmen; aber das Gift, das in großenDosen genommen worden war, hatte Spuren hinterlassen, und sein starkangegriffener Organismus wurde nach und nach völlig davon zersetzt.Der Husar konnte seinem Regiment nicht folgen und kam ins Hospital,das er nicht wiederverließ.
Ach, es war ein erbärmlicher Krieg, der seine Arsenale in denApotheken hatte und wo die versteckt gehandhabten Waffen die gefähr-lichsten waren! Einen solchen Krieg mit Feiglingen, in welchem derFeind nur hinterrücks angriff und von vorn nie standhielt, diese Griin-spantaktik, die dem dummen, ergebenen Volke von den Mönchen ein-gegeben war, konnten die Franzosen nicht dulden. So hatten sich zweibestimmte Ansichten unter den Truppen gebildet: das Gift und derDolch! Man sprach sowenig wie möglich davon und scheinbar ohneihnen die geringste Bedeutung beizumessen; denn in einer französischenArmee besteht die Vereinbarung, daß man sich um den Tod, unterwelcher Form er sich auch einstelle, sowenig kümmern darf wie umein Glas Wasser.
40. Die Schlacht hei Aspern und Eßling-, 21./22. Mai 1809.
Graf Eugen von Czernin und Chudenitz, Erlebnisse eines öster-reichischen Edelmannes aus dem Kriegsjahre 1809 (Feldzugserinnerungen ausdem Kriegsjahre 1809, bearbeitet von Friedrich M. Kirclieisen), 1909, S. 38ff.
Eugen von Czernin und Chudenitz, 1796—1868, entstammte einer der vor-nehmsten altböhmischen Adelsfamilien. Schon seit seinem neunten Lebensjahrführte er ein Tagebuch, das er im reiferen Alter zu einem Erinnerungswerkausarbeitete. Zur Zeit der Schlacht bei Aspern war er erst 13 Jahre alt.
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Aus dem Benehmen und den bedenklichen Mienen unserer aufge-drungenen Gäste 1 konnte man am Morgen des 23. Mai schließen, daß esmit ihnen nicht gut stünde. Etwas Bestimmtes war nicht zu erfahren.Vor ein Uhr ging ich mit meinem Erzieher auf den Schottenturm 2 . Werbeschreibt unsere Freude, unsern Jubel, als wir mit unserm vortrefflichenRamsden-Teleskop 3 im herrlichsten Sonnenscheine die weißen Kolonnendes vaterländischen Heeres gegen die Donauufer aufgestellt sahen! DieFranzosen waren gänzlich verschwunden, das Schießen hatte aufgehört,
1 Im Hause des Vaters des Verfassers waren Franzosen einquartiert, dar-unter General Savary, Herzog von Rovigo und Adjutant Napoleons.
2 Die Schottenkirche liegt in der innern Stadt.
:l Jesse Ramsden, 1735—1800, war ein durch seine vortrefflichen Tele-skope berühmter englischer Optiker,