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A. Petition der Handelskammer von Manchester, 20. Dezember 1838.
Die Bittsteller glauben, voraussetzen zu können, daß das HoheHaus [der Gemeinen von Großbritannien und Irland] wohlvertraut istmit dem Wesen und der Ausdehnung des Baumwollgewerbes, das, inWahrheit zu sagen, in sich einen größeren Betrag von Kapital mit mehrUnternehmungsgeist und Geschicklichkeit vereinigt und ausgedehntereund regelmäßigere Beschäftigung gibt als irgendein anderer Zweig derFabrikationsindustrie.
Die Bittsteller blicken mit großer Besorgnis auf die reißende Zu-nahme der Fabriken im Auslande und beklagen insbesondere die darausfolgende Abnahme eines einträglichen Handels mit dem europäischenKontinent. Ungeachtet der großen Zunahme der Bevölkerung seit Be-endigung des Krieges ist die Ausfuhr dorthin während der letzten fünfJahre nach dem Friedensschlüsse geringer geworden. Und während dieNachfrage nach den Artikeln, in denen der größte Teil der Arbeitskraftunserer Arbeiter steckt, beständig abgenommen hat, hat die Ausfuhrvon Rohstoffen ebenso schnell zugenommen.
Verschiedene Nationen des Kontinents produzieren nicht nur aus-reichend Fabrikate für ihren eigenen Bedarf, sondern konkurrieren be-reits erfolgreich mit uns auf neutralen auswärtigen Märkten. Unterandern Beispielen, die dafür gegeben werden könnten, weisen wir aufdie furchtbare Zunahme der Baumwollwirkerei Sachsens hin, wovon in-folge ihrer überlegenen Billigkeit beinahe viermal soviel ausgeführt wirdals aus England. Nach den Vereinigten Staaten allein hat Sachsen so-viel ausgeführt wie England nach allen Teilen der Welt zusammen-genommen. Dazu kommt die noch wichtigere Tatsache, daß sächsischeWirkware, hergestellt aus englischen Garnen, trotz des Zolles vonzwanzig Prozent bereits anfängt, nach England eingeführt und dort fürunsern heimischen Gebrauch zu niedrigeren Preisen verkauft zu werden,als sie irgendein englischer Fabrikant herstellen kann.
Für den reißenden Fortschritt der Fabrikationsindustrie auf demKontinent liegt ein fernerer Beweis in der Tatsache, daß Fabriken zurHerstellung jeder Art von Maschinen für Baumwoll-, Flachs- und Woll-spinnerei und -Weberei neuerdings in fast allen großen Städten Europaserrichtet worden sind. Gegenwärtig sind daselbst gelernte Arbeiter ausEngland angestellt, um die einheimischen Mechaniker darin zu unter-richten, wie sie nach Modellen neuester englischer Erfindung Maschinenherstellen können. Es vergeht keine Woche, ohne daß Arbeiter dieserArt die Werkstätten von Manchester, Leeds und Birmingham verlassen,um ähnliche Stellungen im Auslande anzunehmen.
Unsere frühere Überlegenheit in einem Straßen- und Kanalsystemohnegleichen ist heutzutage keine englische Eigentümlichkeit mehr. Ingroßer Ausdehnung, und billiger als in England, machen die Eisenbahnenin allen Teilen Europas und der Vereinigten Staaten Amerikas Fort-schritte, während unser Kapital aus Mangel an gewinnreicher Anlage im In-lande ständig in fremden Ländern Beschäftigung sucht und so dem großenMangel abhilft, unter dem unsere Konkurrenten früher zu leiden hatten.