Band 
Vierter Teil.
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Was weiter wird: — noch harren wir!Doch wird’s die Freiheit werden!

Die Freiheit dort, die Freiheit liier,

Die Freiheit jetzt und für und für,

Die Freiheit rings auf Erden!

Im Hochland fiel der erste Schuß,

Und die da niederdonnern muß,

Die Lawine kam ins Hollen!

Sie rollt — sie springt — o Lombardei,Bald fühlst auch du ihr Wälzen!

Ungarn und Polen macht sie frei,

Durch Deutschland dröhnen wird ihr Schrei,Und kein Bannstrahl kann sie schmelzen!Einzig in der Freiheit WehnMild und leis wird sie zergehn,

Des alten Zorns Lawine!

Ja, fest am Zorne halten wir,

Fest bis zu jener Frühe!

Die Träne springt ins Auge mir,

In meinem Herzen singt’s: «Mourir,Mourir pour la patrie!»

Glückauf, das ist ein glorreich Jahr,

Das ist ein stolzer Februar —

«Allons, eufants!» — «Mourir, mourir,Mourir pour la patrie!»

83. Der Ausbruch der Märzrevolution in Wien, 1848.

Friedrich Hebbel, Sämtliche Werke, herausgeg'eben von HermannKrumm, Bd. XII, [1900], S. 175 ff.: Bericht vom 15. März aus Wien an dieAugsburger «Allgemeine Zeitung». Außerordentliche Beilage zum 19. März.Gekürzt.

Hebbel, 1813—186.3, der große Dramatiker, erlebte das Revolutionsjahr1848 in Wien. Ohne Leidenschaft, ohne Voreingenommenheit und ohne starkhervorzutreten, verfolgte er die Ereignisse und berichtete darüber in einerReihe von Artikeln an die «Allgemeine Zeitung».

*

Ich beschränke mich bei meiner Darstellung auf dasjenige, was ichverbürgen kann; andere Mitteilungen mögen und werden die mehligenergänzen. Auf Montag, den 13. dieses Monats, waren die niederösterrei-chischen Stände einberufen, von deren diesjähriger Wirksamkeit die Parteides Fortschritts schon vor dem Sturz der Juliusdynastie große Erwar-tungen gehegt hatte und nach demselben natürlich keine geringeren zuliegen anfing. Vornehmlich war es die akademische Jugend, die auf dieStände ihre Hoffnung setzte; aber auch die Bürgerschaft glaubte, den