Band 
Vierter Teil.
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E m a n u e 1

97. Deutschlands Beruf, 1801.

Geibel, Gesammelte Werke, Bd. IV, 1883,*

Soll’s denn ewig von GewitternAm umwölkten Himmel braun ?

Soll denn stets der Boden zittern,Drauf wir unsre Hütten baun?

Oder wollt ihr mit den WaffenEndlich East und Frieden schaffen?Daß die Welt nicht mehr, in SorgenUm ihr leicht erschüttert Glück,Täglich bebe vor dem Morgen,

Gebt ihr ihren Kern zurück!

Macht Europas Herz gesunden,

Und das Heil ist euch gefunden!

Einen Hort geht aufzurichten,

Einen Hort im deutschen Land!

Sucht zum Lenken und zum SchlichtenEine schwerterprobte Hand,

Die den güldnen Apfel halteUnd des Reichs in Treuen walte!

Sein gefürstet Banner trageJeder Stamm, wie er’s erkor,

Aber über alle rageStolz entfaltet eins empor;

Hoch, im Schmuck der Eichenreiser,Wall’ es vor dem deutschen Kaiser!Wenn die heil’ge Krone wiederEinen hohen Scheitel schmückt,

Aus dem Haupt durch alle GliederStark ein ein’ger Wille zückt:

Wird im Völkerrat vor allenDeutscher Spruch auf neu’ erschallen.Dann nicht mehr zum WeltgesetzeWird die Laun’ am Seinestrom,

Dann vergeblich seine NetzeWirft der Fischer aus in Rom,

Länger nicht mit seinen HordenSchreckt uns der Koloß im Norden.Macht und Freiheit, Recht und Sitte,Klarer Geist und scharfer HiebZügeln dann aus starker MitteJeder Selbstsucht wilden Trieb,

Und es mag am deutschen WesenEinmal noch die Welt genesen!

!. 214 f.

Flach u. Gug’ffcnbülil Quollßnbnch IV.

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