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wirkliche Schriftsteller und Kedner; es sind einfach Schwätzer. Derfranzösische Journalismus ist ein Instrument, das nur dem Gebrauchedes französischen Volkes dient. Mit zwei oder drei Ausnahmen wissendiese seltsamen Blätter nichts von allem, was sich in der übrigen Weltzuträgt. Ihr Universum geht nur vom Boulevard Montmartre bis zurMadeleine. Ihre Polemik ist ein lebhafter Kampf zwischen zwei Virtuosen,die, jeder vor seiner Schaubude, sich breitmachen. Der Franzose küm-mert sich nicht um das, was außerhalb seiner Grenzen vorgeht; aber erwill amüsiert sein, also amüsiert man ihn, und deshalb hat der Journalis-mus sich zur Chronik der verdächtigen Alkoven und zum Reporter derSkandalgeschichten in Stadt und Hof gemacht. Wer da am geschick-testen nachzuspüren weiß, der hat den Erfolg und die Popularität inder Hand. Könnte man diese beiden Quellen der «Literatur» plötzlichverstopfen, so würde der französische Imperialismus aufhören zu exi-stieren, er würde an entsetzlichem Blutmangel sterben.
101. Aus dem Syllabus, 8. Dezember 1864.
Karl Mirbt, Quellen zur Geschichte des Papsttums und des römischenKatholizismus, 3. Aufl., 1911, S. 352 ff.: Syllabus complectens praecipuosnostrae aetatis error es.... Zum Teil nach Rinn und Jüngst, Kirchen-geschichtliches Lesebuch, große Ausgabe, 2. Aufl., 1906, S. 318 f.
Der Syllabus ist das «Verzeichnis der Hauptirrtümer unserer Zeit, diein Konsistorialansprachen, Enzykliken und andern apostolischen Briefen . . .Papst Pius’ IX. gerügt werden». Mit der Enzyklika «Quanta cura» vom 8. De-zember 1864 wurde er an alle Bischöfe versandt.
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I, 7. Die Prophezeiungen und die Wunder, die in der HeiligenSchrift dargelegt und erzählt werden, sind Erfindungen von Dichternund die Geheimnisse des christlichen Glaubens die Summe philosophischerForschungen; die Bücher beider Testamente enthalten mythenbafte Er-findungen, und Jesus Christus selbst ist eine mythische Erdichtung.
II, 11. Die Kirche darf nicht nur niemals die Philosophie bevor-munden, sondern muß die Irrtümer der Philosophie sogar dulden und ihrüberlassen, daß sie sich selbst korrigiere. — 12. Die Dekrete des Apo-stolischen Stuhles und der römischen Kongregationen hindern den freienFortschritt der Wissenschaften. — 13. Die Methode und die Grundsätze,nach denen die alten scholastischen Lehrer die Theologie ausgebildethaben, entsprechen durchaus nicht den Bedürfnissen unserer Zeit unddem Fortschritt der Wissenschaften. — 14. Die Philosophie ist ohneBerücksichtigung der natürlichen Offenbarung zu betreiben.
III, 15. Jedem Menschen steht es frei, die Religion zu w'ählen undzu bekennen, die jemand, durch das Licht der Vernunft geführt, fürwahr hält. — 18. Der Protestantismus ist nichts anderes als eine ver-schiedene Form derselben wahren christlichen Religion, in der es ebenso-gut wie in der katholischen Kirche möglich ist, Gott zu gefallen.