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gegenständen ihr Land nicht auf Zufuhr von außen angewiesen lassensein wollen. Wir verstehen alles das, und deswegen wollen wir Euchnichts vorschlagen, was unbillig oder einer Politik zuwider wäre, diewir in Eurem Herzen tief begründet wissen. Aber bei alledem gibt esja doch viele Dinge, die Ihr nicht fabriziert und für die wir eine an-erkannte Produktionsfähigkeit besitzen, — laßt sie uns in Zukunft, wieIhr sie uns bisher gelassen habt. Erhöht Eure Zollschranken gegenuns nicht. Reißt sie nieder, wo sie für den Erfolg Eurer Politik ent-behrlich sind. Tut das, weil wir Vettern sind — soweit dies ohneSchädigung eines erheblichen Interesses möglich ist —, weil es fürdas Reich, als Ganzes genommen, gut ist und weil wir den ersten Schrittgetan und Euch ein gutes Beispiel gegeben haben. Wir bieten Eucheine Zollbevorzugung an und haben zu Eurem Patriotismus und zu EurerZuneigung das Vertrauen, daß wir dabei nicht die Verlierenden seinwerden.» . . .
Ich wende mich an Sie als an die Mitbürger des größten Reiches,das die Welt je gesehen; ich verlange, daß Sie anerkennen, daß diePrivilegien dieses Weltreichs auch große Verantwortlichkeiten mit sichbringen. Sie sollen darüber nachdenken, was dieses Reich bedeutet, wases Ihnen und Ihren Nachkommen ist. Ich will nicht sprechen — oderwenigstens nicht länger dabei verweilen — von seinem Flächeninhalt,der größer ist als irgendeine Fläche, die jemals in der Weltgeschichteunter einheitlicher Herrschaft gesehen wurde. Ich will nicht von seinerBevölkerung sprechen, von den Hunderten von Millionen, für die wiruns verantwortlich gemacht haben. Wovon ich sprechen will, das istseine Mannigfaltigkeit, das ist die Tatsache, daß wir hier ein Reichhaben, das mit ungemessener Organisation und Konsolidation ein glatt-weg sich selbst erhaltendes Reich sein kann. Nichts derartiges hat jezuvor existiert. Es gibt in Ihrer Ernährung keinen Artikel, in IhremGewerbe kein Rohmaterial, in Ihrem Leben überhaupt keinen Bedarfs-oder Luxusgegenstand, der nicht irgendwo im britischen Weltreich produ-ziert wird, wenn das britische Weltreich zusammenhält und wenn wir, diewir es von den Altvordern ererbt haben, unseres Glückes würdig sind.
Es gibt noch ein Produkt des britischen Weltreiches, nämlich Men-schen. Sie haben den Vorteil und die Ermutigung nicht vergessen, diedurch das Vorhandensein loyaler Menschen geboten werden kann, die zwarferne Staaten bewohnen, aber noch der gemeinsamen Flagge treu sind. . . .
Ich glaube, wir müssen unsere insularen Gewohnheiten ein wenigändern. Wenn ich in den Kolonien war, sagte ich ihnen gewöhnlich,daß sie zu provinzial seien; aber ich denke, wir sind auch zu provinzial.Wir denken zuviel an uns, und wir vergessen — es ist nötig, daß wirdaran denken —, daß wir nur Teile eines größeren Ganzen sind. Wennich von «unseren» Kolonien spreche, so ist das nur ein Ausdruck: siesind nicht unser im possessiven Sinne. Sie sind Schwesterstaaten, fähig,mit uns Verträge auf dem Fuße von gleich und gleich zu schließen,fähig, zu uns zu halten, willens, zu uns zu halten, aber auch fähig,mit uns zu brechen. . . . Wir müssen entweder näher aneinanderrücken,oder wir treiben auseinander. . . .