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Der Boden des Ackers (Tafel, Seite 32) wird wenigstens einmal i®Jahre mit dem Pfluge umgewendet, die Furchen werden mit der Egg 6ausgeglichen und dabei auch überwinternde Pflanzenteile wie Wurzelstück 6und Ausläufer entfernt. Auf einem so bearbeiteten Boden können sich, voBwenigen Ausnahmen abgesehen, ausdauernde Gewächse nicht erhalten.
Die Getreidearten, Buchweizen, Kartoffeln, Lein, Raps, Linsen undalle anderen Gewächse, welche auf Ackern gebaut werden sind einjährig 6Pflanzen oder werden, wie die Runkelrübe, Stoppelrübe und das Kraulvor Eintritt des Winters geerntet. Die Pflanzen, welche sich mit diesen Kül'turpflanzen vereinigen, sie werden allgemein Unkräuter genannt, müsse 11also entweder einjährig sein oder auf irgend eine Weise die beständige 11Veränderungen des Bodens überdauern können.
Ein jährige Ackerunkräuter sind der Ackersenf, das Ackerveilche 11 !der Rittersporn, die Hundskamille, die Kornblume, die Kornrade und de 1Klatschmohn. Die drei letzteren gehören zu jenen Pflanzen, die mit der Ab s 'breitung des Ackerbaues in alle getreidebauenden Länder verschleppt wurde®Ausdauernde Unkräuter erhalten sich vor allem durch ihre auße r 'ordentlich tief liegenden Wurzelstöcke, die vom Pfluge nicht erreich*werden. Auf diese Weise erhalten sich die Feldkratzdistel, der Huflattich «und der Ackerschachtelhalm. Die höher liegenden Wurzelstöcke und AuS'läufer anderer Stauden werden vom Pfluge zerschnitten und von der Egg 6großenteils weggeraffifc, doch bleiben stets kürzere Stücke dieser Pflanzenteil 6 „zurück. Jedes Stammstückchen hat nun die Fähigkeit auszutreiben und s °im nächsten Jahre eine neue Pflanze zu erzeugen. Auf diese Weise erhäl*sich die Ackerwinde, auch der Ackerschachtelhalm und Huflattich 1,6Stellen an denen er nicht zu tief in den Boden zu dringen vermag.sich trotz des Umbauens die Zwiebelgewächse erhalten und sogar weit eIverbreitet werden (Brutzwiebel) beobachten wir am Milchstern, an d efFeuerlilie und an der Traubenhyazinthe, welche in manchen Gebieten b! sA ckerunkräuter Vorkommen.
Bemerkenswert sind die Anpassungen der Unkräuter an die Wach 5 'tumsverhältnisse der Pflanzen, mit welchen sie in Gemeinschaft leben, uB<^die natürlich in der Überzahl vorhanden sind. Im Frühjahr, wenn das d 8 "treide noch sehr niedrig ist, blühen Milchstern und Traubenhyazinthe. Spä teIim etwas höherem Getreide blüht der Ackersenf, dessen goldgelbe Blüt® 11sich über das Grün der Umgebung erheben. Wenn dann das Getreide d ,evolle Höhe erreicht hat, blühen die Kornblume und Kornrade und steh® 8im gelblich verfärbenden Felde mit ihren leicht sichtbaren Blüten fast $gleicher Höhe wie die Ähren; die Feldkratzdistel aber hebt ihre rote®Körbchen über die Ähren hinaus. Nur der Klatschmohn bleibt etwas niedrig® 1 ’doch leuchten seine großen, grellroten Blüten zwischen den Halmen der® 6 *hervor, daß auch sie von den Insekten leicht gefunden werden. Anders istes mit dem Rittersporn, der Ackerwinde, der Hundskamille und dem Acke r