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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
Entstehung
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27
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27. 8- 28. 29. Morgenländische Völker.

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Enkel gehabt, im siegreichen Kampfe Wider die Feinde seines Vaterlandes ge-fallen und von seinen Mitbürgern an der Stätte, wo er den Tod gefunden,begraben worden sei. Weiter befragt, nannte er an zweiter Stelle zwei Jüng-unge, Kleobis und Biton, Söhne einer Priesterin in Argos, und erzählte:Einst hätte die Mutter zu einem Opfer in den Tempel fahren müssen, und alsdie Zugstiere ausgeblieben, hätten sich die Jünglinge selbst an den Wagen ge-spannt und denselben in den Tempel gezogen; da habe die Mutter zum Lohnefür die Söhne erfleht, was den Menschen das Beste sei, worauf diese imTempel entschlafen und nicht wieder erwacht wären. Als hierauf Krösus seinenUnwillen äußerte, daß der athenische Weise des Königs Glück nicht einmal dem ge-ringen Bürger gleich achte, gab ihm dieser die bedeutsame Antwort, daß vordem Tode niemand glücklich zu preisen sei. Drese Worte, deren Wahr-heit Krösus bald nach Kolons Abreise erfahren hatte, als ihm sein Lieblings-sohn Atths auf der Jagd durch einen Speer getötet ward, kamen jetzt dem ge-fangenen König ins Gedächtnis und er rief schmerzlich aus: O Solon! Solon!Der Ausruf weckte die Neugierde des Perserkönigs. Er ließ sich den Vorgangerzählen und betroffen über die Wahrheit der Solonischen Worte, setzte erKrösus in Freiheit, hielt ihn in hohen Ebren und befragte ihn bei allen Unter-nehmungen um seinen Rat.

^- 28 . Mit gleichem Glück unterwarf Cyrus das babylonische Reich. Alsdie Babylomer im sicheren Gefühl der Unüberwindlichkeit ihrer Stadt ein Festfererten, drangen die Perser durch das Strombett des Euphrat, dessen Wasserste abgeleitet, in die Stadt, erschlugen den König Nabonetos in seinemPalaste und eroberten das Land. Dadurch kam auch Syrien, Palästina undPhönizien unter die Oberhoheit der Perser und die gefangenen Juden erhieltenvonKoresch (Cyrus), dem Gesalbten Jehovahs," die Erlaubnis zur Rückkehrm ihre Heimat (Z. 24).Wie bist du vom Himmel gefallen, Glanzstern, Sohnder Morgenröte!" rief damals eine begeisterte Prophetenstimme in der Freudeüber Babels Untergang aus,zu Boden geschmettert, der du die Völker nieder-bücktest! Wie hat's em Ende genommen mit dem Dränger, ein Ende mit derErpressung!" Bald darauf unternahm Cyrus einen Kriegszug gegen dieMassageten, ein WildesNomadenvolk in der Nähe des kaspischen Meeres,Durch List bekam er einen großen Teil des feindlichen Heeres nebst dem An-führer, einem Sohn der Massageten-Königin Tomyris, in seine Gewalt,tvas den letzteren so sehr kränkte, daß er sich, obwohl von Cyrus freigelassen,selbst den Tod gab. Von Schmerz und Rachegefühl erfüllt, sammelte hieraufdie Königin ihr ganzes Volk um sich und lieferte den Persern am FlusseJaxartes eine siegreiche Schlacht, worin Cyrus selbst mit dem Kerne seinesHeeres umkam. Hrerauf soll Tomyris das abgeschlagene Haupt des mächtigenPerserkönigs in einen mit Blut gefüllten Schlauch getaucht haben mit denWorten:Nun sättige dich an Blut, dessen du im Leben nicht genug habenkonntest."

8. 29. Des Cyrus kriegerischer und gewaltthätiger Sohn Kambyses er-weiterte das persische Reich durch die Eroberung von Ägypten (§. 13). Furcht-bar war das Schicksal der Nilbewohner. Der unglückliche König PsammenitWurde gefangen genommm und mußte die Mißhandlung seines Volkes unddie Schmach seiner Kinder ansehen. Kambyses, erbittert, daß ihm einst derÄgypterkönig nicht seine eigene, sondern dre Tochter seines Vorgängers zurGemahlin gegeben, zwang die Königstochter und die vornehmen Jungfrauendes Landes Älavenkleider anzulegen..und Wasser zu tragen, und gebot, denKönigssohn nebst zweitausend jungen Ägyptern zum Tode zu führen. Währendalle Anwesenden beim Anblick solcher Leiden in lautes Wehklagen ausbrachen.

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