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Die neue Zeit.
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und Heldenmut vollführten. Auf Vasco de Gama und Cabral (der bei der»so«. Merfahrt Brasilien entdeckt und für Portugal in Besitz genommen hatte)folgte der tapfere Almeida, der mehrere indische Fürsten zinspstichtig machteund sie zwang, die Anlegung von Faktoreien in ihren Hauptstädten zu dulden;und als dieser auf der Heimkehr beim Wasserholen rn Südafrika mit einerSchar tapferer Gefährten von wilden Hottentotten erschlagen ward, erhieltirr». Albuquergue, bei welchem Heldensinn mit Weisheit gepaart war, die indischeStatthalterschaft. Dieser eroberte Goa und machte es zum Hauptsitz derindischen Niederlassungen; er erstürmte Malacca, den Stapelplatz des hurtcr-indischen Handels, brachte den Beherrscher von Ormuz im persischen Meer-busen zur Unterwerfung und machte Emanuels Namen geachtet und gefürchtet.Aber dieser lohnte dem treuen Diener mit Undank ; der Kummer darüber brach»is. dem Helden das Herz. In den nächsten Jahrzehnten gründeten die PortugiesenNiederlassungen und Faktoreien auf der Insel Ceylon und der Küste Koro-mandel, unterwarfen sich auch die qewürzreichen Molukken und Sunda-inseln; Lissabon wurde der Sitz des Welthandels; aber Eigennutz undGewinnsucht erstickten bald in den Herzen der Portugiesen die edleren Regungen.
Z. 310. Der Entdeckungseifer, dm die portugiesischen Unternehmungen ge-weckt, führte den kühnenGenuesen Christoph Colombo (Colon, Kolumbus),der sich von Jugend an der Seefahrt gewidmet und einen großen Teil seines Lebensin Portugal zugebracht hatte, auf den Gedanken, durch eine westliche Fahrteinen andern Weg nach dem gepriesenen Indien aufzufinden. Er teilte seinVorhaben dem König Jnhann II. von Portugal mit, konnte aber keine Unter-stützung erlangen. Man erklärte seinen Plan für einen Traum, machte aberdoch hinter fernem Rücken den Versuch, ob nicht etwas Wahres daran sei.Verstimmt über das unedle Verfahren verließ Kolumbus Lissabon und wandtesich nach Spanien, während sein Bruder Bartholomäus nach England reiste,um bei König Heinrich VII. für das Unternehmen zu wirken. Aber auch inSpanien fand Kolumbus lange kein Gehör. Zuletzt ließ sich jedoch Jsabellavon Castilien in der Freude ihres Herzens über die glückliche EroberungGranadas (H. 283) bewegen, drei Schiffe auszurüsten und dem kühnen See-fahrer anzuvertrauen. Die Würde eines Großadmirals und Unterkönigs überalle zu entdeckenden Länder und Inseln nebst dem zehnten Teil der daraus zuhoffenden Einkünfte für sich und seine Nachkommen wurde ihm als Preis des,«S2. Gelingens zugesagt. Am 3. August verließ die kleine Flotte den andalusischenSeehafen Dalos und fuhr an den kanarischen Inseln vorbei immer westwärts.Die Furchr und Besorgnis der Schiffsmannschaft wuchs mit der Entfernungund ging endlich in Murren und offene Empörung über. Schon drohte dieRotte, so wird erzählt, dem hochherzigen Führer Tod und Verderben, wenn ernicht umkehre, als am 12. Oktober die Entdeckung der Insel Guanahani (fortanSän Salvador genannt) ihn rettete. Sie fanden ein schönes, fruchtbaresund baumreiches Land mit nackten Wilden von kupferbrauner Farbe, die ohneallen Argwohn der Besitznahme ihres Landes im Namen des spanischen Herrscher-paares zusahen und ihre besten Güter gegen Flitter, Schellen und Spielwerkvertauschten; aber die erwarteten Schätze an Gold, Edelgestein und Perlenwaren weder hier noch auf den beiden größeren Inseln Hayti und Cub a, diebald nachher entdeckt wurden, in der gehofften Fülle vorhanden. DagegenWaren die Spanier entzückt über den üppigen Pflanzen- und Baumwuchs unddas reizende Klima dieser Tropenländer, über den balsamischen Duft derGewürzhaine und Blumenfelder, über die Pracht des nächtlichen Sternen-himmels in seiner leuchtenden Klarheit. Nachdem Columbus auf der InselHayti, der er den Namen Hispaniöla beilegte, eine Kolonie gegründet, kehrte