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Die englische Thronumwälzung.
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ben. Dies Vorhaben erregte bei dem englischen Volke großes Ärgernis, einmalkeil es keine katholische Königin haben wollte, und dann, weil dre jahrelangenUnterhandlungen, die deshalb mit Spanien geführt wurden, den König vonllder Unterstützung seines landesflüchtigen protestantischen SchwiegersohnesFriedrich V. von der Pfalz (ß. 373) abhielten. Endlich gab der Papst und derspanische Hof die Einwilligung und der Verbindung schien nichts mehr imWege zu stehen. Da beredete der eitle Herzog von Buckingham, JakobsGünstling, den Prinzen Karl zu einer Reise nach Madrid und der König, der'n ferner Jugend seine dänische Braut auf ähnliche Weise überrascht hatte, be-günstigte das Unternehmen. Unter fremden Namen kamen sie daselbst an undKurden, als man sie erkannte, mit großer Auszeichnung behandelt. AberBuckinghams leichtfertiges, übermütiges Benehmen erregte Anstoß. Er ver-feindete sich mit dem spanischen Hof und hintertrieb dann die Vermählung.Henriette von Frankreich wurde Karls Gemahlin. 3) Elisabeth hatte demParlament wenig Freiheit gegönnt, allein ihre Herrschergröße und ihr spar-samer Staatshaushalt gewährten dem Volke einen Ersatz. Als aber Jakob imGefühl seiner königlichen Machtvollkommenheit auf derselben Bahn fortschritt,die Rechte des Parlaments immer mehr beschränkte, die Ein- und Ausfuhraller Waren mit willkürlichen Taxen belegte, da entstand heftiger Wider-spruch. Umsonst drohte der König, löste das Parlament wiederholt auf, ließdie kühnsten Redner in Haft bringen; jede neue Versammlung führte dieselbeSprache; und als Jakob zuletzt erklärte, ihre vermeintlichen Rechte seien nurPrivilegien, die sie der königlichen Gnade zu verdanken hätten, gabendie Glieder des Unterhauses einen Protest zu Protokoll, worin sie aussprachen,daß die Gesetzgebung, die Steuerbewilligung und die übrigen dem Par-lament zustehenden Rechte und Befugnisse das unzweifelhafte Geburtsrechtund Erbe aller Engländer seien, daß allen Parlamentsmitgliedern volleFreiheit der Rede und Sicherheit der Person gegen willkürliche Haft zukomme.Wütend über diese Vermessenheit, riß der König eigenhändig das Blatt ausdem Protokollbuch, löste das Parlament aus und ließ einige Deputierte fest-setzen; doch der Geist des Widerstandes blieb im Volke und äußerte sich nochstürmischer, als Karl I-, ein stolzer und eigensinniger Herr, den Thron bestieg.. 8- 388. Karls I. Regierung begann mit einem so heftigen Kampf gegen
das Parlament, daß dasselbe in den beiden ersten Jahren zweimal aufgelöstkard. Die Unterstützung der deutschen Protestanten und ein Krieg mit Frank-reich, in welchen ihn der leichtfertige Buckingham verwickelt hatte, verursach-ku große Ausgaben. Der König war daher höchst ungehalten, daß das Parla-ment so sparsam in seinen Geldbewilligungen war und nicht einmal die Er-pebung des Tonnen- und Pfundgeloes oder der Hafenzölle für ein- und»gehende Waren auf die ganze Regierungszeit zugestand, wie bisher üblichgewesen. Als aber der französische Krieg emen unglücklichen Ausgang nahmund englisches Blut und englische Ehre schmachvoll geopfert wurde, da bedrohteäs d^tte Parlament den unwürdigen Buckingham mit einer Anklage und be-nkte dadurch, daß der König, um seinen Günstling zu retten, die von beidenUnsern eingereichte Bitte um Recht (potition ok rigllt) als gültig anerkannte,dadurch dem Parlamente die alten Rechte, allen Mitgliedern Freiheitn^,^de und Sicherheit der Person wie des Eigentums gewährleistete. Baldf^kher wurde Buckingham ermordet, worauf der König ein beredtes Glieder Widerstandspartei (Opposition), Thomas Wentworth, aus dem Parla-ment rn den königlichen Rat berief, ihn zum Grafen Strafford und zum Statt-ein * ^ ?? Irland erhob und seinem Rat in allem Folge leistete. Wentworth," ehrgeiziger, kraftvoller Mann, war nunmehr aufs eifrigste bemüht, dre
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Karl I.162S—L64S.
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