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8- 492. 493. Die französische Revolution (Nationalkonvent).
uuf Kosten des Landes gekleidet und erhalten werden mußten, und große Geld-iMlnen als Kriegsentschädigung nach Paris wanderten, zugleich bemächtigtensich auch die Engländer der holländischen Schiffe und Kolonieen, so daß dasunglückliche Land allenthalben zu Schaden kam.
8-492. Der Friede von Basel. Eben so erfolgreich waren die französi-schen Waffen am Rhein. Im Oktober zogen die österreichischen und preußischenGruppen über den deutschen Strom zurück und überließen das jenseitige Gebietden Feinden. Bald darauf knüpfte die preußische Regierung, mit den Vor-Anngen in Polen beschäftigt (Z. 470), mit Frankreich Unterhandlungen an, dieoeu Frieden von Bafel herbeiführten. In diesem schmachvollen Friedenwurde nicht nur das linke Rheinufer nebst Holland den Feinden preisgegebenund der Rhein als „natürliche Grenze" Frankreichs festgesetzt, sondern auchvas nördliche Deutschland durch eine Demarkationslinie von dem südlichengetrennt. Während in dem letztem der Krieg fortdauerte, wurde das nördlichesur neutrales Gebiet erklärt. Die Österreicher dagegen setzten unter der An-whrung der wackern Feldherren Clerfait und Wurmser den Kampf mitgroßer Anstrengung fort. Nach Clersaits Sieg bei HandschuchsheimÜber Pichegru eroberten die Kaiserlichen das von den Franzosen besetzteHeidelberg und nach einer furchtbaren mehrtägigen Beschießung die festeStadt Mannheim, die der pfalzgräfliche Befehlshaber Oberndorf bei derersten Aufforderung mit den reichen Vorräten an Kriegsbedarf schmachvollAm Feinde übergeben hatte. Ein Teil der Stadt lag in Trümmern, als dieDeutschen wieder einzogen. Kurz darauf legte Clerfait, verstimmt über dieränkevolle Staatskunst des Ministers Thugut, den Oberbefehl nieder. AnVne Stelle trat der Erzherzog Karl, des Kaisers Bruder, der bald glänzende-woben eines ausgezeichneten Feldherrntalents ablegte. Er schlug Jourdan"er Würzburg und nötigte ihn zum eiligen Rückzug an den Rhein. Die-oewvhner des Spesfarts und Odenwalds, ergrimmt über die BedrückungenUnd Brandschatzungen der Franzosen, standen gegen die abziehenden Feindeuns und erschlugen sie, wo sie sich einzeln oder in kleinen Haufen blicken ließen.Auf diesem Rückzug fiel Marceau, einer der tapfersten und ritterlichstenMhrer der Franzosen, durch eine österreichische Kugel. Glücklicher war Mo-skau, der zwar aus Bayern und Schwaben zurückgedrängt ward, aber durchAuen meisterhaften Rückzug über die Thäler des Schwarzwaldes ohne großenArlust an den Rhein gelangte. Die deutschen Regierungen, weit entfernt, die^Hebung des Volks gegen ine Reichsfeinde zu ermuntern, ahmten größtenteilsdas Beispiel Preußens nach und machten Friede mit Frankreich.
, ^ 8- 493. Robespierres Sturz. Seit Dantons Fall regierte der Wohl-Mtsausschuß fast unbeschränkt und brachte die Herrschaft des SchreckensiTerrorismus) durch vermehrte Hinrichtungen und Berhaftungen auf denHöchsten Gipfel. Aber die Häupter desselben hatten im Konvent und beimAlke das Vertrauen verloren. Dantons Freunde waren auf der Lauer, umden günstigen Augenblick eines Angriffs zu erspähen. Die Zahlseiner Feindenahm zu, als Robespierre, um dem gotteslästerlichen Treiben der AnhängerM Vernunftkultus ein Ende zumachen, im Mai durch den Konvent be-Ichließen ließ: „Das Dasein eines höchsten Wesens und die Unsterb-^chkeit der Seele sei eine Wahrheit", und sich bei dem neuen Feste desHöchsten Wesens im Tuileriengarten als Oberpriester durch seinen Hochmut-uglnch verhaßt und lächerlich machte. Zu seinen Gegnern gehörte Tallien,Her früher in Bordeaux gewütet, den aber die reizende Fontenay-Cabarrus"us aridere Grundsätze gebracht hatte. Mit ihm verbanden sich Fräron, derfächere Genoffe Marats, Fouchü, Vadier, der glatte Redekünstler Bardre
1784.
L, April178«.
24. Sept.178«.
3. Sept.
»78«.
Bom19. Septbis
24. Okt.178«.
> 78 ».