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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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Zeitalter der Revolutionen und Restaurationen.

8. 4SS.

A. 27.

Srpt.

r?9S.

Mai

1809.

Ott.

1799.

Feinde Kämpfe bestanden, die zu den kühnsten Waffenthaten in der Weltge-schichte gehören. Und dennoch behaupteten sich die Franzosen in der Schweiz.Noch ehe Suwarow sich mit den befreundeten Heeren vereinigen konnte, wurdendie Russen, weil die Österreicher sie nicht geköriq unterstützten, in der Schlachtbei Zürich von den Feinden besiegt. Bei der darauf erfolgten Eroberung ottStadt wurde der Prediger Lavater von einem französischen Soldaten tödlichverwundet (Z. 450). Suwarow führte den Rest seiner Armee über die eisigenHöhen von Graubündten in die Heimat zurück, wo er bald nachher im Kum-mer über die unverdiente Ungnade seines Gebieters starb. Der gleichzeitigeVersuch der Engländer, durch eine Landung in Holland die Franzosen ausden Niederlanden zu verdrängen und den Erbstatthalter wieder zurückzuführen,

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ertrag die

nahm einen kläglichen Ausgang. Der ungeschickte Oberfeldherr,H ork, erkaufte sich und den Seinigen durch einen schmachvollen

Rückkehr, ohne

hne sich um die mit ihm verbundenen Russenzu kümmern. Diesesunedle und selbstsüchtige Benehmen der Engländer und Österreicher erbitterteden russischen Kaiser Paul so sehr gegen du Bundesgenossen, daß er von dttKoalition zurücktrat.

ß. 499. Bonaparte in Ägypten und Syrien. Während dieser Vorgängebefand sich Napoleon mit einem beträchtlichen Kriegsheer in Ägypten. MJuni 1798 war er über die Insel Malta, die durch Verrat dem Johanmttt-orden entrissen wurde, nach dem Nillande abgesegelt. Das Streben, durch un-gewöhnliche Thaten die erregbare französische Nation für sich zu begeistern.Ruhmbegierde und der Gedanke, von Ägypten aus die Seemacht der Engländerzu schwächen und ihre Besitzungen in Ostindien gefährden zu können, waren dreHaupttriebfedern zu dieser wunderbaren und abenteuerlichen Unternehmung/Nach seiner Landung zog er in den heißen Julitagen von Älexandria aus durchdie ägyptische Wüste gen Kairo. Die Not des Heeres in dem glühenden Son-nenbrande ohne Wasser und hinreichende Lebensmittel war furchtbar. Ju derr7»8.' Schlacht an den Pyramiden,von deren Höhen vier Jahrtausende auf dieKämpfer herabblicktcn", wurden die Mameluken, die damals unter türkischerOberhoheit Ägypten beherrschten, überwunden, worauf Napoleon in Kairo ein-zog. Da während seiner Abwesenheit die ganze französische Flotte durch,MUnvorsichtigkeit des Admiral Brueys von dem englischen Seehelden Nelson

1798^'bei Abukir abgeschnitten und weggeführt worden, mußten Vorkehrungen ZU

einem längeren Aufenthalt getroffen werden. Napoleon richtete daher eine neuVerwaltung, Polizei und Besteuerung nach europäischem Zuschnitt ew,ließ durch die Gelehrten und Künstler, die sich beim Heere befanden, oiMerkwürdigkeiten dieses Wunderlandes durchforschen, die Denkmäler urmAltertümer sammeln und beschreiben. So sehr indes Bonaparte und fernSoldaten die Religionsgebräuche der Mohammedaner schonten und ihrenstern, Moscheen, Zeremonien und Gebräuchen alle äußere Achtung zollten, 1entbrannte doch der Fanatismus in der Brust der Muselmänner und rnacyiihnen die Herrschaft der Christen verhaßt. Dieser Haß wurde gesteigert, arder französische Feldherr Steuern und Umlagen auflegte, und dre Pforte, osich durch Napoleons Vorspiegelungen von Freundschaft und Ergebenheit nrwtäuschen ließ, die Mohammedaner zum Kampf Wider die Christen aufnes. ^entstand m Kairo eine furchtbare Empörung, die nur mühsam, durch du uve-legene europäische Kriegskunst unterdrückt ward, nachdem gegen 6000 Moham-medaner erschlagen worden. Napoleon benutzte den Sieg zu Erpressungen urmi-i",ckte dann den türkischen nch sinvlon -nlnenen. Nach der Erom

21. Ott,1798.

x-bruar rückte dann den türkischen Truppen nach Syrien entgegen., ,

rung von Jaffa, wo er 2000 Anmuten, die er zum zweitenmal gefangen genommen, als Meineidige erschießen ließ, schritt er zur Belagerung von S1. ^ru

1799,