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Der deutsche Befreiungskrieg und Napoleons Sturz.
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so. ZuOktober1818 °
Seiten Ebene von Leipzig zusammen: die Österreicher unter dem Fürsten vonAchwarzenberg, in dessen Hände die Leitung des Ganzen gelegt war, dieRussen unter Barclay, Bennigsen u. a., die Preußen unter'Blücher,vle Schweden unter Bernadotte. Die Kriegsmacht der VerbündetenwOOOOO Mann) war dem französischen, von Napoleon selbst geführten Heereum lOO OOO Mann überlegen. Aber diese Überlegenheit wurde dadurch aus-geglichen, daß die französischen Truppen unter dem Oberbefehl eines einzigenvuhmgekrönten Kaisers standen, während die Heerscharen der Verbündetenvielen, nicht immer einträchtigen Führern gehorchten. Umsonst entfaltete Na-poleon, dem der Schlachtengott so oft beigestanden, sein hohes Talent; umsonstÜMgten die ausgezeichnetsten Feldherren seiner Schule, Ney, Murat,^Ugereau, Macdonald, der Pole Poniatowski u. a. m.. ihre Kräfte
°U; die dreitägige Völkerschlacht bei Leipzig und in den umliegenden Dörfern ^,^8
Mlr das Grab des französischen Kaiserreichs. Nach einem unermeßlichen Men- isr».Ichenverlust verließ Napoleon am Morgen des 19. Oktober die Stadt, die soforto.vn den Verbündeten erobert ward. Der übereilte Abbruch der Elsterbrückelieferte 12000 kampffähige Krieger in die Hände der Sieger, nicht zu gedenkender großen Zahl Kranker und Verwundeter, die ohne Pflege und WartungUamenlosen Leiden erlagen. Der während der Schlacht zum Marschall ernanntePoniatowski fand seinen Tod in den Wellen. Von den Verbündeten ver-legt, zogen nunmehr die Franzosen in Eilmärschen über Erfurt dem RheineZu. Bei H an au verlegte ihnen Wrede mit Bayern und Österreichern denWeg. gab aber dadurch dem „sterbenden Löwen" Gelegenheit, noch einmal seinkriegerisches Talent zu zeigen. Der in der Schlacht bei Hanau über denverwundeten Wrede erfochtene Sieg öffnete dem Rest der französischen Armeeven Weg über Frankfurt nach dem Rheine. Allein die Unglücklichen trugen alleoen Keim tödlicher Krankheiten in der Brust, und noch vor Ende des Jahresstarb die Hälfte davon in überfüllten Lazaretten. Nun erfolgte in raschem Laufme Auflösung des Königreichs Westfalen; die Rückkehr desKurfürsten von Hessen und der Herzoge von Braunschweig undOldenburg in ihre Staaten; dieHaftnahme des Königs von Sach-en und die Aufhebung des Rheinbundes. Dalb erg entsagte seinemAoßherzogtum Frankfurt; Württemberg, Baden, Hessen-Darmstadtschlössen Verträge mit Österreich und stellten ihre Truppen unter die Fahnender Verbündeten. Nur in Hamburg behaupteten sich die Franzosen unter demharten Davon st noch bis zum Mai 1814 und übten furchtbare Bedrückungenund Erpressungen. Der König von Dänemark wurde für seine Anhänglich-st an Napoleon mit dem Verluste von Norwegen bestraft, das im Ki el er ^Frieden an Schweden kam. Ähnlich erging es in Italien. Der Vizekönig,Ugen überließ nach tapferem Kampfe die schönen Po-Gegenden den Oster-)'eichern und begab sich zu seinem Schwiegervater nach Bayern. Nach Tos-^ua kehrte der Großherzog Ferdinand zurück und der Kirchenstaat em-pfing den schwergeprüften Papst Pius VII. wieder. Nur Neap el blieb nochV kurze Zeit in der Gewalt des Reiterführers Murat, der, mit seinemSchwager zerfallen, sich an Österreich angeschlossen hatte.
... 8- 531. In Frankfurt hielten die verbündeten Monarchen mit ihren Mi-Usstern und Feldherren Rat, bestellten über die eroberten Länder eine proviso-L.sche Zentralverwaltung unter Steins Leitung und boten dem franzö-stschen Kaiser nochmals Frieden an, wenn er sich mit dem bis zum Rheinstrom^wetterten Frankreich begnügen würde. Als jedoch die großen Rüstungen, dieNapoleon vermittelst einer härten Konskription veranstaltete, die verbündeten-mächte überzeugten, daß ihr Gegner das Glück der Schlachten abermals ver-buchen wolle, da wurde der Übergang über den Rhein beschlossen. In