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Deutschland und die deutschen Großmächte.
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Krimkrieg und der Tod des Kaisers Nikolaus, den der Hof und die ganzeAdelsgenossenschaft als ihren Schirmherr» verehrt hatten, steigerte noch seinetrübe Weltanschauung; nun war in seinen Augen der letzte starke Damm gegenme revolutionäre Sündslut zerrissen. Im Oktober 1857 zeigten sich Spuren«rnes Gehirnleidens, das bald so sehr zunahm, daß er die Regierungsgefchäftesucht mehr besorgen konnte. Er ernannte daher zuerst seinen Bruder Wilhelmdurch königliche Vollmacht zum Stellvertreter und übertrug dann, als in sei-nem Gesundheitszustand keine Besserung eintrat, am 7. Oktober 1858 dem-selben die volle Reaierungsgewalt unter dem Titel eines Prinz-Regenten,
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18 ÖS.
M. Okt.
^Uug seiner Gemahlin eine Reise nach Italien, die aber seinem geschwächten^eift keine Heilung brachte. Bald zwang der Ausbruch des italienischen Krie-^ das Königspaar zur Rückkehr in die Heimat. Am 23. November 1859 traf* wieder in seinem geliebten Sanssouci ein, um es nie mehr zu verlassen. Imuugust des folgenden Jahres verschlimmerte sich sein Zustand durch wieder-Uptte Gehirnschläge, so daß das Bewußtsein mehr und mehr schwand. Indieser schrecklichen Mitte zwischen Leben und Tod dauerte Friedrich Wilhelm IV."dch Mehrere Monate aus. Erst gegen Ende des Jahres nahte sich ihm die Er-so)ung. In der Nacht auf den 2.'Januar 1861 ging sein bewußtloser Zustand^ den Tod über.
8- 593. Die neue Ära.' Mittlerweile hatte der Prinz-Regent die Regie-rung in liberalem Sinne geführt und dem Schattenspiele verfassungsmäßigerAWnde ein Ende bereitet. Schon die Wahl seiner Minister, die der Mehr-zahl nach als gemäßigt freisinnige Männer bekannt waren, gab Zeugnis, daß- 7 ^ Neue Ära in dem preußischen Verfassungsleben zu erwarten stehe.) Neben
Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, der an der Spitze stand
durch seine Religion den Katholiken eine Bürgschaft für die staatliche
Räten der Krone.HMit Freude und Vertrauen hatte das preußische Volkwm Regenten begrüßt, der die geistige Beweglichkeit des Bruders durch einenmännlicheren Charakter ersetztes der statt der romantischen Anschauungen und
^^n mitbrachte. ^Bald trat es in dem gesamten öffentlichen Leben, in derin den Kammern, in dem gesellschaftlichen Verkehr zutage, wie sehr derMrheit die Schwingen gewachsen, seitdem der schwere Alp, der auf dem Volks-/oen lastete, gewichen, seitdem eine frische Morgenluft die düstere Nebelatmo-^hure ^rscheucht hatte./Die Volkspartei ging aus ihrer bisherigen Zurückge-zogmheit und Thatlosigkeit heraus, und indem sich die Gemäßigteren und Be-I^wneren derselben mit den Altliberalen zu einer „Fortschrittspartei" einia-empfing das öffentliche Leben neue Impulse.^ Man gab sich der Hoffnung^w, daß die Verfassung in freiheitlichem Sinne ausgebaut werden, daß vor
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halten würde.Much nachdem der bisherige Prinz-Regent als König WilhelmI-wn Thron bestiegen, dauerte das gute Einvernehmen noch fort.K Aber schonwährend des Jahres 1861 trat eine sichtbare Wendung ein.fiDas Programmmr „deutschen Fortschrittspartei in Preußen" ließ Ziele und Bestrebungen er-kennen, die mit den dynastischen Ansichten des Monarchen nicht in Harmonieltanden.fi Ein parlamentarisch regierter Staat, nach der Idee der Fortschritts-