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Leitfaden für den Geschichts-Unterricht / bearb. von A. Renneberg
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Christum und die Lehre, die Ihr gepredigt, auch sterben?"

Luther:Ja!" Luther stirbt. i8.Febr.iS4S.

5. Der fchmalkalbifche Krieg. Das Konzil zu Trient. 1546-1547.Der schmalkaldische Bund versäumt bei seiner Uneinigkeit in 1545-1563.Bayern die günstigste Zeit. Herzog Moritz von Sachsenfällt in das Kurfürstentum Sachsen ein. Der damalige Kur-fürst Johann Friedrich (15321554) kehrt in seine Länderzurück; der Kaiser folgt. Schlacht bei Mühlberg (24.

April 1547); der Kurfürst gefangen; dann auch LandgrafPhilipp von Hessen. Moritz, Kurfürst von Sachsen.

Von katholischen und protestantischen Abgeordneten inAugsburg das Interim (1548) als einstweilige Glaubens-vorschrift; es findet bei beiden Parteien Widerstand, den derKaiser brechen will. Moritz vor Magdeburg (Acht), plötzlichgegen den Kaiser, weil dieser seine Vettern in strenger Hafthält, weil Karl stolz und herrschsüchtig auftritt, und weildem Protestantismus Gefahr droht. Moritz Bündnis mitnorddeutschen Fürsten und Frankreich, wofür dieses leiderMetz, Toul und Verdun erhält. Schneller Zug. Der krankeKaiser in Innsbruck beinahe gefangen. Schnelle Flucht,

Johann Friedrich frei.

Vertrag zu Passau. Die Protestanten völlige Reli- 1552.gionsfreiheit; auch Philipp vyn Hessen frei.

1553 Schlacht bei Sievershausen unweit Hannover. Moritz siegtüber seinen früheren Verbündeten Albrecht von Brandenburg-Culmbach,welcher gegen den Passauer Vertrag plündernd deutsche Länder durch-zieht, und fällt. .

Religionsfriede von Augsburg bringt den Evange- 1555.lischen Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit mit den Ka-tholischen.

Kaiser Karl dankt 1556 ab, weil er bei aller seiner Macht fastalle Lieblingspläne scheitern steht. Kloster St. Just in Spanien, si 1558.

Ferdinand I., Karls Bruder, wird 1556 Kaiser.

Reformation in der Schweiz. Ulrich Zwtnglt, Pfarrer,predigt wie Luther 1518 gegen den Ablaß. 1523 Einführung der Refor-mation in Zürich. Spaltung zwischen Luther und Zwingst, besonderswegen der Abendmahlslehre (nach Zwingst Brot und Wem nur Er-innerungszeichen; die Worte: das ist das bedeutet; Luther hält amWortlaute). Durch Landgraf von Hessen Versuch zur Einigung, darumReligionsgespräche zu Marburg 1529, doch vergebens. Trennung zwischenLutheranern und Reformierten besteht fort. Auch in der Schweiz zweiParteien; Schlacht bei Kappel 1531. Zwingst fällt (Den Leib könnensie töten, aber die >seele nicht").