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Leitfaden für den Geschichts-Unterricht / bearb. von A. Renneberg
Entstehung
Seite
68
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Die verbündeten Russen in Preußen; vereinigt mit dempreußischen Heere gegen Napoleon. Schlacht bei Eylau

1807. 7. und 8. Februar unentschieden. Friedrich Wilhelm treuseinem Bundesgenossen, nun Schlacht bei Friedland 14.Juni verloren. Napoleon zieht in Tilsit ein.

Unglücklicher Friede zu Tilsit (9. Juli). Preußenverliert die Länder zwischen Rhein und Elbe, ganz preu-ßisch Polen und Danzig, muß 30 Millionen Thaler Kriegs-kosten zahlen.

1810. b. Tod der Königin Luise auf einer Reise zu ihremVater (19. Juli). Begräbnis zu Charlottenburg.

2. Preußens Wiedergeburt.

a. Das Heerwesen neugestaltet durch Scharnhorst,Gneisenau u. cu An Stelle der zum Teil geworbenenTruppen ein Volksheer, in diesem die Prügelstrafen, Spieß-rutenlaufen abgeschafft, denn der Waffendienst ist eine Ehre.Talent und Verdienst sichern die Beförderung. Preußendarf nach dem Tilsiter Frieden nur 42 000 Mann halten,darum Mannschaften ausgebildet, entlassen und andere ein-berufen; bald ein kriegssähiges Heer von 150000 Mann(Landwehr).

b. Staatswesen durch den Minister Freiherr» vonStein reformiert; Erbunterthänigkeit der Bauern auf-gehoben (1807). Vorrechte des Adels beseitigt, und Städte-ordnung (1808). (Stein von Napoleon in die Acht er-klärt, muß nach Wien und dann nach Petersburg fliehen.)Sein Nachfolger Hardenberg wirkt im Sinne Steins:Gewerbefreiheit (1810).

1809. 3. Kämpfe der Freischaren. Herzog Wilhelm von

Braunschweig mit der schwarzen Schar und Major Schiftmit seiner Freischar kämpfen auf eigene Faust mit Napoleon,aber vergebens; ersterer entkommt glücklich nach England;letzterer fällt zu Stralsund.

4. Preußens Erhebung. Die Trümmer der fran-

1812. zösischen Armee kehren aus Rußland zurück; da AorksKonvention mit dem russischen Generale Diebitsch (30. Dez.)scheinbar von Friedrich Wilhelm gemißbilligt. Dieser verlegt(zum Zeichen, daß die Zeit des freien Handelns gekommen)seine Residenz nach Breslau. Aufruf zur freiwilligen Be-

1813. waffnung (3. Febr.). Allgemeine Begeisterung des Volkes.