10. DER DIENSTMANN (MINISTERIALE).
Min kneht sprach: 'nu sagt m6r,
lieber herr, durch iuiver dr
wes ein rehter dienstman si.
ist er eigen? ist er fri?
mit urloup ich des frage,
ob der herzoge
eigenschaft jeh üf in.’
ich sprach: 'lieber kneht, tuo hin!
daz lant ist sin*) eigen niht
wan man inz enpfähen siht
ze ldhen von dem riche.
ich sage dir endeliche,
in disem lant ze rehte
sint ritter, edelknehte
eigen der rehten dienstman,
die daz riche hoerent an;
die gebüren alle fri,
swes ir guot ze rehte si,
sie sitzent üf burcrehte,
dienstman, ritter, knehte
jehent ir ze holden,
daz sie dienen solden
niht wan ir rehten zins.
si hieten also vil gewins
der si braeht ze höchvart:
got hät ez dä mit bewart
swaz die selben frfen
zesamen als die bien
durch daz jär bringent,
dä mit si küm gedingent.
dienststiure von ir guot
wert in dick übermuot. —•
Nie dienstman wart ze rehteän ritter und än knehte,die ouch rittermaezic sin.hiet er goldes vollin schrin,der ritter niht gehaben kan,wie mac der sin ein dienstman?
) des Herzogs.