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Deutschlands hinaus. Nach seinen Grundsätzen gestaltetendie Könige von Däne m ark, Norwege n und Scliw e-den ihre Kirchen um, so daß der ganze skandinavischeNorden von Rom abfiel und lutherisch wurde.
§ 39. Karl V.
1. Karl V. u n d F r a uz I. — Es war für die Refor-mation ein großes Glück, daß ihr gefährlichster Feind,Kaiser Karl V., fast immer in schwere Kriege verwickeltund deshalb meist von Deutschland abwesend war. SeitKarl dem Großen hatte die Welt keinen so mächtigenHerrscher mehr gesehen, wie diesen Habsburger, der ohneSchwertstreich, durch bloße Erbschaft in den Besitz einesWeltreiches gekommen war. Was andere nämlich durchKrieg, das hatten die Habsburger durch Heiraten zu-stande gebracht: Reich um Reich, Krone um Krone waran ihr Haus gefallen. Kaiser Maximilian hatte sichmit Maria von B urgu n d, der Erbtochter Karls desKühnen, vermählt, und der Sohn dieses Paares, P h i 1 i p p,hatte die Hand Johannas, des einzigen Kindes Ferdi-nands und Isabellas von S p a n i e n, gewonnen. So ver-einten sich die spanischen, burgundischen und öster-reichischen Lande in der Hand Karls V., des erstgeborenenSohnes Philipps und Johannas. Dazu kam die neue Welt,welche ihm die Entdeckung des Columbus, die Eroberun-gen des Cortes und Pizarro in den Schoß warfen. Karls V.Befehl galt in Wien und in Madrid, in Neapel und Peru,Antwerpen und Mexiko. Das genügte jedoch dem uner-sättlichen Ehrgeiz dieses echten Habsburgers nicht. Eben-so beharrlich als besonnen, verfolgte er stets das eine Ziel,Vergrößerung der Macht seines Hauses. Dabei stieß eraber auf zwei gefährliche Feinde, die von gleicher Länder-gier beseelt waren, wie er, König F r a n z I. von F r a n k-r ei cli und den türkischen Sultan. Die Türkeneroberten damals den größten Teil von Ungarn und dran-1529 gen einmal bis Wien vor, an dessen Mauern jedoch ihr