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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
Entstehung
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288
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Schönheit der Sprache und Kühnheit der Gedanken aus-gezeichneten Werken lehrte er, daß alle Menschen vonNatur frei und gleich gehören seien, daß die höchste Gewaltim Staate dem Volke zukomme und daß daher die demo-kratische Republik die einzig rechtmäßige Staatsform sei.Die Schriften dieser französischen Freidenker riefen all-mählich eine tiefgreifende Veränderung im Sinnen undTrachten der Menschheit hervor. Auch die Fürsten ver-mochten ihrem Einfluß nicht zu widerstehen, wie dasBeispiel Friedrichs des Großen und Josephs II. zeigt.Selbst an den katholischen Höfen drang die Ansicht durch,daß dem geistigen Druck, der religiösen Verfolgung einEnde gemacht werden müsse. Die Jesuiten verlorenden Einfluß, den sie besessen hatten, und ihr Ordenwurde, nachdem einzelne Staaten mit ihrer Austreibung1773 vorangegangen waren, von Papst Clemens XIV. 1773ganz aufgehoben, weil er den Frieden der Christen-heit gestört habe. Eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit aufallen Gebieten, ein unwiderstehlicher Drang, die alten,unerträglich gewordenen Zustände durch neue, bessere zuersetzen, beseelte die Völker und führte zu gewaltigenErschütterungen und Umwälzungen, aus denen die Gegen-wart hervorgegangen ist,

IV. Die neuste Zeit.

§ 53. Die Entstehung der Vereinigten Staaten vonNordamerika.

1. V i r g i n i e n. (1584—l(>()(i). — Im Jahre 1584 sandteein hervorragender Staatsmann der Königin E 1 i s a b e t h1584 von England, Walter Raleigli (spr. Ralli), auf seineKosten zwei Schiffe nach Nordamerika, um dort einengeeigneten Ort für eine Ansiedlung auszuspähen. Daskleine Geschwader nahm Besitz von dem Land, das die