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Bald fingen diese an, sieli auch untereinander zu zer-fleischen. Ein Teil der Jünger Marats waren Robespierrewiderwärtig geworden, weil sie den Konvent gezwungenhatten, den Gottesglauben, an dem er festhielt, „abzu-scliaffen“, und in den Kirchen Frauen als „Göttinnen derVernunft“ verehren ließen. Er setzte ihre Hinrichtungdurch; aber dafür mußte er in den Tod seiner FreundeDanton, Camille Desmoulins und andererwilligen, weil diese, des Gemetzels müde, ihre Stimme fürRückkehr zur Gesetzlichkeit und Menschlichkeit erhobenhatten. Jetzt herrschte Robespierre vier Monate langwie ein Diktator, und der furchtbare Fanatiker setzte dieBlutarbeit in verstärktem Maße fort. Alle, die nicht nachseiner Weise „tugendhafte“ Republikaner waren, solltenvertilgt werden. Zuletzt beabsichtigte er, noch eine An-zahl Selireckensmänner, die ihm entweder zu „milde“ oderzu „lasterhaft“ waren, darunter seine eigenen Genossenim Wohlfahrtsausschuß, auf das Schafott zu senden. Aberdie Bedrohten sahen sieli vor und versicherten sich heim-lich der Unterstützung der furchtsamen Mehrheit desKonvents. Als Robespierre mit seiner Anklage in derVersammlung herausrücken wollte, unterbrachen sie ihnmit wildem Geschrei und. ließen ihn nicht zu Worte kom-men. Der Konvent fand den Mut, den gefürchteten Ty-rannen in die Acht zu erklären. Die hauptstädtische MengeJuli 179-1 ließ ihn ebenfalls im Stieb, und so wurde er mit 92 An-hängern ohne Urteil auf die Guillotine geschleppt.
11. Ende des Konvents (1794/95). — Mit Robes-pierres Sturz nahm die wahnsinnige Schreckensherrschaftein plötzliches Ende. Es war, als ob Frankreich auseinem wüsten Traum erwache. Die geknechtete öffentlicheMeinung erhob sich wieder und verlangte so gebieterischdas Ende des Mortlens und Rauhens, daß die Gemäßigtenim Konvent sich ermannten und den Schreckensmännerndas Handwerk legten. Die ärgsten derselben wurden hin-gerichtet, die Gefängnisse geöffnet und die Aufstände derJakobiner niedergeschlagen. Tm übrigen wollte der Kon-