noß. Nicht nur hielt Metternich mehr als drei Jahrzehntehindurch die österreichischen Lande unter einem entner-venden Drucke; er bewog auch den König von Preußen,die Zusage, die er seinem Volk in betreff einer Verfassunggegeben hatte, zu brechen, und suchte in Deutschland, jain ganz Europa die absolutistische RegierungSAveise auf-recht zu halten. Als es in Spanien und Neapel in-folge abscheulicher Mißregierung zu Aufständen kam und 1820die Könige in ihrer Macht beschränkt Avurden, beriefMetternich die Herrscher und Minister der Großmächtezu Kongressen zusammen. Und den Beschlüssen dieserKongresse gemäß stellten österreichische Waffen inNeapel, französische in Spanien den Despotismus wiederher. In beiden Ländern rächten sich die Könige für dieA’orübergehende Einschränkung ihrer Macht durch zahl-lose Hinrichtungen, Auspeitschungen, Einkerkerungenund Gütereinziehungen. Wie früher Napoleon, so hieltenjetzt die A'erhündeten Großmächte die Völker Europas mitPolizei und Soldaten in drückender Knechtschaft.
2. Der griechische Freiheitskampf (1821bis 1829). — Doch fehlte es auch dieser finstern Reaktions-zeit nicht an einzelnen Siegen der Freiheit. In Ameri k arissen sich die spanischen Kolonien vom Mutterlande, 1810—26das sie lang bedrückt und ausgesogen hatte, los und Amr-Avandelten sich in die heutigen Freistaaten von Mittel-und Südamerika. Damals kam es auch zur Wiedergeburteines freien Griechenland. Das rohe Gervaltreichder T ü r lt e n Avar seit den unglücklichen Kriegen gegenÖsterreich und Rußland in raschem Sinken begriffen.Nachdem diese Mächte der TMirkei die AA r ichtigsten Grenz-länder entrissen hatten, begann sie auch von innen her-aus zu zerfallen. Das tapfere Bergvolk der Montene-griner erkämpfte sich die Freiheit, und ihrem Beispielfolgten die Serben, die den Sultan nur noch dem Namennach als Oberherrn anerkannten. In Ägypten machtesich der Statthalter und spätere Vizekönig MehemedAli so gut Avie unabhängig, indem er mit Hilfe fran-