Buch 
Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
Entstehung
Seite
345
JPEG-Download
 

o45

dien mit Geld, Lebensmitteln und Vorräten aller Artunterstützten. Ein König und ein Republikaner, Lud-wig I. von Bayern und der Genfer Eynav d, wett-eiferten in großartigen Spenden; der letztere wurde dieSeele des ganzen Unterstützungswerkes, Nur die Regie-rungen der Großmächte blieben unter dem Einfluß Metter-nichs lange feindlich oder gleichgültig. Endlich gelanges dem großen britischen Staatsmann Georg Can-n i n g, R u ß 1 a n d und Prankrei c h mit Englandzu vereintem Einschreiten gegen die Greueltaten derTürken und Ägypter zu bewegen. Eine englisch-fran-zösisch-russische Flotte erschien in den griechischen Ge-wässern, um den Vorstellungen der Gesandten der dreiMächte in Konstantinopel Nachdruck zu verleihen. Alsder Sultan sich hochmütig jede Einmischung der euro-päischen Regierungen verbat und die Ägypter trotz derEinsprache der vereinten Admirale ihre Verwüstungenfortsetzten, da griffen diese die dreimal so starke türkisch-ägyptische Flotte in der Bai von Navarino (im Süd- 1827westen des Peloponnes) an, und richteten sie in einemvierstündigen Kampfe völlig zugrunde. Hierauf rückteauch ein russisches Landheer in die Türkei ein. Als dieRussen den Balkan überschritten und bis Adrianopel. 1821»vordrangen, da bequemte sieh der Sultan endlich zur An-nahme der Vorschläge der drei Mächte. Süd- und Mittel-griechenland wurden zu einem unabhängigen Kö-nigreiche erklärt und die Krone Ot.to, einem Sohndes griechenfreundlichen Ludwig von Bayern, über-tragen, der seinen Sitz in Athen aufschlug.

§ 58. Die Julirevolution.

1. Die Reaktion in Frankreich (18151827).

Als Ludwig XVIIL nach der Schlacht von Water-loo in sein Reich zurückkehrte, wurde er nur durch ZarAlexander davon ahgehalten, die Verfassung, die er deinLande verliehen, zu unterdrücken und den Absolutismus 181ü