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zität getrieben, dem Menschen die schwerste Arbeits-last abnehmen tind doch seine Leistungen vertausend-fachen, die für ihn pflügen, säen, ernten, dreschen, spin-nen, weben, nähen, sticken, sägen, hobeln, bohren, schlei-fen, die den Meeresgrund ausliöhlen und die kolossalstenGranitfelsen zermalmen, auf denen mit einem Wort die sogewaltig entwickelte Technik der Gegenwart beruht.
5. Entdeckungen. — Auch ein neues Zeitalterder Entdeckungen dürfte man füglich die neueste Zeitnennen. Den Columbus, Yasco da Gama und Magalhaensgesellte sich im 18. Jahrhundert als ebenbürtiger See-fahrer der Brite J am es Cook bei, der dreimal die Weltumsegelte, den großen Ozean mit seinen Inselgruppen i 7 <;sdurchforschte und die Existenz eines fünften Erdteilsfeststellte. Noch ist wenig mehr als ein Jahrhundert ver-gangen, seit Cooks Landsleute die von ihm entdeckte Ost-kiiste Australiens in Besitz genommen haben, und 178bschon ist diese von Städten mit europäischem Luxus, derenEinwohner nach Hunderttausenden zählen, umsäumt. DieFahrten Cooks fanden ihre Fortsetzung in den zahlreichenNord- und Südpolfahrten, welche sich die Erfor-schung der Eiszone zum Ziele setzten. Wenn die Unter-nehmer dieser Fahrten im Interesse der Wissenschaftmutig den Kampf mit den furchtbaren Gefahren der Eis-wüste aufnahmen, so ließen sich andere weder durch diemörderischen Fieberlüfte, noch durch die Grausamkeit derMenschen vor dem Eindringen in das heiße Afrika ab-schrecken. Durch eine Reihe kühner Reisender verschie-dener Nationen, unter denen der britische Missionär Li-vingstone und der Amerikaner Stanley das Wun-derbarste geleistet haben, ist das vor 100 Jahren noch ganzunbekannte Innere des „dunkeln Erdteils“ erschlossenworden. Nach den Forschungsreisenden erschienen aberdie europäischen Kaufleute und Soldaten, um von den neu-entdeckten Ländern Besitz zu ergreifen. Heute ist dieTeilung des Erdteils Afrika unter die europäischen Mächteso gut wie vollzogen.