VORWORT.
B-Uer vorliegende Auszug ist zunächst bestimmt, als Leit-faden beim Geschichtsunterricht in den oberen Klassen höhererLehranstalten gebraucht zu werden. Durch sein handlichesFormat und ein ausführliches Namen- und Sachregister solldas Buch sich aber auch für den Privatgehrauch eignen undein rasches Orientieren über historische, dem Gedächtnis augen-blicklich nicht gegenwärtige Verhältnisse ermöglichen.“
„Ich habe mich bemüht überall die gesicherten Resultateder neueren historischen Forschung zu gehen. Zweck undUmfang des Buches liefsen nichts anderes zu als eine ge-drängte, möglichst objektive Zusammenstellung der Tliat-sachen. Über die Unzweckmäfsigkeit des Nachschreibensvon vollständigen Heften beim Geschichtsunterricht ist manwohl jetzt einig, was ja natürlich keineswegs ausschliefst,dafs der Schüler sich einzelnes aus dem Vortrage des Lehrersaufzeichnet. Die Notwendigkeit, einen Leitfaden zu Grundezu legen, bestreitet niemand. Über die Frage jedoch, welcheEinrichtung und welchen Umfang ein solches Buch habensoll, sind die Meinungen sehr verschieden.“
„Der Verfasser dieses Auszuges, welcher eine Beihe vonJahren Geschichtslehrer der Prima und Sekunda des fran-zösischen Gymnasiums in Berlin gewesen ist, bekennt sichzu der Ansicht, dafs auch das beste Handbuch in keiner Weiseden lebendigen Vortrag des Lehrers ersetzen kann, dafs aberjeder ausführlichere Leitfaden, welcher zusammenhängende Er-zählung bietet, wenn er beim Unterricht in der Hand desSchülers ist, dem Vortrage des Lehrers notwendigerweise Ein-trag tliut. Nach meiner Überzeugung hat das Buch demSchüler nur das Thatsächliche im weiteren Sinne des Worts,und zwar in möglichst übersichtlicher Gruppierung vorzuführen.Die lebendige Ausführung soll das Handbuch dem Vortragedes Lehrers überlassen“.
Diese Worte, mit welchen der verstorbene Herr Verfasserdie siebente Auflage dieses Buches im Jahre 1880 noch selbsteingeleitet hat, geben die Erklärung der Anlage und Ein-richtung des Buches, welche sich bewährt hat und auch in