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Alte Geschichte, Griechen.
athenischen Phylen ('s. S. 31), welche Solon hatte bestehen lassen,aufgehoben und durch 10 neue Phylen oder Stämme (politischeund religiöse Verbünde) ersetzt. Diese neuen Stämme bildenkeine zusammenhängenden Landesbezirke. 1 Jede Phyle bestehtaus 10 Deinen , d. h. lokalen Gemeinden, welche aber nicht allezusammen, sondern im Lande zerstreut und mit den Demen andererStämme vermischt liegen (im ganzen also 100 Demen, später er-heblich vermehrt*). Durch diese Einrichtung soll der Einflnlsdes Adels gebrochen und die alte Parteigruppierung vernichtetwerden.
Je zwei Demen bilden fortan eine Natikrarie (yavxgapia), dieeinen Dreiruderer auszurüsten und zu bemannen hat, währenddie alte, aus dem 7. Jahrh. stammende Einteilung Attikas in48 Naukrarioen auf den alten 4 l'hylen und ihren Unterabteilungen,den 12 Phratrieen ((fpargica), beruht hatte. Diese letzteren läfstdie Reform des Kleisthgnes bestehen, aber nur als religiöseKörperschaften, namentlich zur Führung von Geburts-, Ehe- undSterbelisten.
Der Rat (flovXrj) wird von 400 Mitgliedern auf 500 gebracht,50 für jede Phyle, deren je eine den IO"“ Teil des Jahres denVorsitz (Frytanie, wiivTaveia) führt; die Mitglieder des Fünfziger-Ausschusses heifsen Prytanen (npvTctvsis). Statt der früheren 4werden jetzt 10 regelmäßige Volksversammlungen im Jahre ge-halten.
▼or Chr.
508—507. Der athenische Adel» von dem Archon Isagöras ge-führt, bewirkt mit Hülfe eines spartanischen Heeresunter Kleomenes eine kurze Reaktion. Kleisthenes flüchtet, dieAkropolis wird den Spartanern überliefert. Aber ein Aufstand desathenischen Volks zwingt den Kleomgnes zu schmählicher Kapitu-lation: Abzug der Spartaner ohne Waffen und Auslieferung deradligen Parteiführer Diese werden hingerichtet,Kleiathgnes wird zurückberufen.
506. Ein Feldzug der Spartaner gegen Athen unter denKönigen Kleomines und Demarätos an der Spitzeihrer peloponnesischen Bundesgenossen scheitert durch den plötz-lichen Abzug der Korinther und die Uneinigkeit der spartanischenKönige. Die mit den Spartanern verbündeten Böoter und Chal-cidier von Euböa werden von den Athenern geschlagen. Dieseerobern einen Teil von Euböa, wo 4000 Bauerngüter an ärmereattische Bürger (xXr,Qovvot) verteilt werden.
Weitere Stärkung der athenischen Demokratie durch Schmä-lerung der Befugnisse der Archonten. Verlegung der Volks-
Duncker VI 5 , 587 f. Schömann, Griech. Altertümer l s , 391 f.Zur Zeit sind die Namen von 182 Demen sicher bekannt.