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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / von Dr. Karl Ploetz, ehem. Professor am Franz. Gymnasium in Berlin
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Alte Geschickte, Griechen.

Xerxes durchzieht Mittelgriechenland. Die Lokrer undDorier unterwerfen sich. Das Gebiet der Phoder wird verwüstet,die gegen Delphi geschickte Truppe aber wird (bei Gewittersturm)zurückgeschlagen. Böotien wird als Freundesland behandelt, nurThespiae und Plataeae werden zerstört.

Die Athener verlassen ihre Stadt, nur die Akropolis bleibtbesetzt. Die waffenfähigen Bürger besteigen die Flotte; Greise,Frauen und Kinder werden mit der beweglichen Habe nachSalamis, Aegtna und Troezen gebx-acht. Den Verbannten wirddie Rückkehr gestattet. Xerxes rückt in die verlassene Stadtein, die Akropolis wird mit Sturm genommen, ihreTempel und die Stadt werden niedergebrannt.

vor Chr.

480. Seeschlacht bei Salamis (Scda^Us).

./(20. Sept.) Die vereinigte, bedeutend verstärkte hellenische Flotte' (378 Trieren, 7 Fünfzigruderer) steht unter dem

Oberbefehl des Spartaners Eurybiädes. Auf Veranlassung desathenischen Strategen Themistokles von dem Feinde eingeschlossenund zum Kampfe gezioungen , tragen die Griechen einen glän-zenden Sieg davon über die noch etwa 9001000 Schiffestarke persische Flotte. Das von den Persern besetzte EilandPsyttaleia ( 'TvzrdXua) wird von Aristides genommen, der vonAegina herbeigeeilt war, um am Kampfe teilzunehmen. Ver-lust der Hellenen 40, der Perser über 200 Schiffe. Die persischeFlotte ankert in der Bucht von Phaleron.

Rückzug ( nicht Flucht) des Xerxes. In Thessalien bleibt Mar-donius mit dem Kern des Heeres (250 000 Mann).

Xerxes erreicht nach grofsen, durch Seuchen und Mangel anLebensmitteln verursachten Verlusten den Hellespont, wo er dieFlotte findet, die das Heer übersetzt, da die Brücke vom Sturmzerstört war.

Die griechische Flotte, statt, wie Themistokles wollte, diePerser zu verfolgen, belagert (vergeblich) die Insel Andros.

Rückkehr der Athener nach ihrer Stadt, deren Wie-deraufbau sofort begonnen wird.

480- Angriff der Karthager auf die sicilischen Griechen-städte.

Das karthagische Heer unter Hamilkar wird bei Himera vonden Tyrannen Gelon von Syrakus und Theron von Akragas (s.S.43)völlig geschlagen und zersprengt. Die Karthager (s. S. 17) er-kaufen mit 2000 Talenten den Frieden und bleiben im Besitz ihrersicilischen Städte (Panormos, Soloeis, Motye).

479. Vierter Angriff der Perser auf Griechenland.

Nachdem Mardonius den Athenern durch Alexanders'' von Macedonien (s. S. 44) vergebens einen Sonder-