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die Freuden des Winters vergessen und auf das Christkind, daseuch so viele schöne Sachen gebracht hat?" Nun wünschten alleKinder, das Christkind möge bald wieder kommen. Aber dieMutter sprach weiter: „Kinder, dankt dem lieben Gott, denn erhat es so eingerichtet, daß uns jede Jahreszeit Freuden bringt."
Streng.
2. Schneeglöckchen.
Willkommen willkommen, Schneeglöckchen! Du blühest schonso bald in deinem weißen Röckchen? Ist dir denn nicht zu kalt?Der Wind weht weiße Flöckchen uns schneidend ins Gesicht,Schneeglöckchen, ach Schneeglöckchen, sprich, frierest du denn nicht?
I- Schanz.
3. Das Veilchen.
1. „Ei, Veilchen, liebes Veilchen, so sag doch einmal an:Warum gehst du ein Weilchen den Blümlein all voran?"
2. „Weil ich bin gar so kleine, drum komm' ich vor demMai; denn käm' ich nicht alleine, ihr gingt an mir vorbei!"
4. Vergißmeinnicht.
1. Als der liebe Gott die Blumen geschaffen hatte, bekamjede ihren Namen. Den sollte keine Blume vergessen.
2. Nach einer Weile aber kam ein Blümchen weinend zumlieben Gott zurück und sprach: „Ach, Herr, ich habe meinenNamen vergessen! Wie hast du mich genannt?" Und der liebeGott sagte: „Vergißmeinnicht!"
3. Da schämte sich das Blümlein und ging still davon. Am
Rande des Baches hat es sich versteckt und da blüht es nochheute. Wie lieb schaut es mit seinen blauen Äuglein in dieWelt! Alle Kinder haben es gerne. Sie suchen es auf undpflücken es und die Mutter bindet dann ein schönes Kränzleindaraus. Nach C o s m a r.