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Schreiblese-Fibel : auf Grund zusammenhängender Anschauungskreise und mit Benützung phonetischer Grundsätze / bearb. von Karl Streng, Franz Wollmann und Karl Wintersperger
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11. Das Geitzchen im- -er Wolf.

1. Die alte Geiß hatte kein Futter mehr im Stalle undmußte auf die Wiese gehen, um Gras zu holen. Da wollte dasjunge Geißchen mitgehen; aber die Mutter sagte:Nein, du bistnoch zu klein. Der Weg ist weit und der Wolf könnte kommenund dich fressen. Bleib zu Haufe und halte die Tür festzugeriegelt, bis ich wieder komme."

2. Der Wolf aber hatte gesehen, daß das Geißchen alleinzu Haufe war, und dachte:Das ist noch ein dummes Geißchen,das wird mir wohl aufmachen." Er ging hin, pochte dreimal andie Tür und sagte gar freundlich:Liebes Geißchen, mache mirauf, ich gebe dir schöne Sachen, die ich für dich gekauft habe,und bringe dir auch ein Blümchen mit." Aber das Geißchensagte:Nein! Meine Bkutter hat es mir verboten, ich darfniemand hereinlassen."

3. Als der Wolf lange vergeblich gewartet hatte, fürchteteer, die alte Geiß möchte zurückkommen und den Jäger rufen.Daher zog er ab in den Wald und sagte:Das Geißchen istdoch gescheiter, als ich dachte." Die alte Geiß kam bald zurückund brachte Gras und Blumen mit. Wie sie alles hörte, lobtesie das Geißchen, daß es so brav und gehorsam gewesen war,und erzählte ihm von dem garstigen Wolfe, der die Geißchen frißt.

12. Der Apsel-ieb.

1. Erich war ein recht schlimmer Knabe, der feinen Elternnicht folgen wollte. Einmal sah er im Garten des Nachbarsviele Apfel im Grase liegen. Der Sturm hatte sie über Nachtvon den Bäumen geschüttelt. Erich kroch durch eine enge Lückedes hohen Gartenzaunes und stopfte rasch alle Taschen voll vondem schönen Obste.

2. Da pfeift es plötzlich und eine Stimme ruft:Seht dochden Apfeldieb!" Erich rannte, so schnell er konnte, zu dem

Schreiblese-Firel. X. im. 7