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hinaus auf das Feld und dachte: „Der liebe Gott wird mirschon helfen."
2. Da begegnete ihm ein alter Mann; der sprach: „Ach,gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig." Das Mädchenreichte ihm das ganze Brot und ging weiter.
3. Darauf kam ein Kind, das hatte kein Leibchen an undfror. Da zog das Mädchen sein Leibchen aus und gab es ihm.Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder einKind und bat um ein Rbcklein; da gab es auch noch seinRöcklein weg.
4. Endlich kam es in einen Wald. Es war schon dunkelgeworden, da kam noch ein Kind und bat um ein Hemdlein. Unddas fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da siehtdich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben." Es zogdas Hemd aus und gab es auch noch hin.
3. Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielenauf eimnal die Sterne vorn Himmel und waren lauter harte,blanke Taler; und zugleich hatte es ein neues Hemdchen an. Dasammelte es sich die Taler hirrein rrnd war nun reich, solangees lebte. Nach Grimm.
8. Gott ist überall.
Hüte dich vor Übeltaten! Feld und Wald kann dich ver-raten. Hoch auf Bergen, tief im Tal, Gottes Aug' ist überall.
Reinick.