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2 Sei artig!
Ein Wanderer kam durch ein Dorf. Mehrere Knabenstanden am Wege und spielten. Als nun der Fremde näher kam,da wichen die Knaben links und rechts aus, nahmen ihreMützen ab und sagten freundlich: „Guten Abend!" DerFremde grüßte auch sie mit Freundlichkeit. Als er einigeSchritte fortgegangen war, drehte er sich um und fragte:„Welcher Weg sithrt in die Stadt?" Die Knaben riefen: „Derzur rechten Hand." Doch bald ging einer dem Manne nachund führte ihn bis zn dem Hügel, wo er ihm den Weg deutlichzeigen konnte. Nach Scherr.
3. Die Sperlinge unter dem Hute.
1. Michel hatte Sperlinge gefangen. Das sollte aberniemand wissen. Darum steckte er sie unter feinen Hut undsetzte ihn fest auf. Die mögen auf feinem Kopfe gekrabbelthaben!
2. Da kam der Herr Bürgermeister und alle Leutegrüßten ihn. Michel aber grüßte nicht. Da sprach der Bürger-meister zu. ihm: „Mein Junge, ist denn dein Hut angeleimt?"Michel aber grüßte immer noch nicht. Da nahm ihm derBürgermeister den Hut vom Kopfe. Brr! flogen alle Spatzendavon. Der Bürgermeister lachte und alle Leute mit ihm.'Michel aber hieß von nun an der Spatzenmichel.
4. Born Büblein, welches das Wasser fürchtet.
Das Büblein fürchtet das Wasser sehr und hat einschmutzig Gesicht; das Büchlein sieht's und läuft ihm nach, dasBüblein gefällt ihm nicht. Das Büblein schreit und läuftdavon, das Büchlein hat's beim Beine schon. Es zieht dasBüblein ganz hinein und wäscht und fegt es sauber und rein.
Haesters.