Band 
I. Teil. Von der germanischen Urzeit bis zur französischen Revolution.
Seite
30
JPEG-Download
 

30

Bernhard Kugler.

Fähigkeiten in Schaffenslust zu fühlen begannen. Wohin der Geldstromdieses internationalen Verkehrs zuerst seinen Lauf richtete, dort hat inkühnem Wagen und Kämpfen ein neues Zeitalter seinen Anfang ge-nommen. Darum ist Italien das Erstgeborene der modernsten Völker,und neben den rührigen Kaufleuten von Florenz und Venedig stehtsinnenden Antlitzes Dante, Abschied nehmend vom Mittelalter, ahnungs-voll andeutend die Aufgaben eines neuen Geschlechtes. Jene Kraft be-gann sich zu regen, die das klassische Altertum aus Schutt und Trümmernneu hervorbilden, die den Erdball mit siegenden Armen umspannen undmit der Herrschaft der einen Kirche endgültig brechen sollte. Der Geistder modemen Kultur des Abendlandes erwachte, unvergleichlich erhabenüber alle Fähigkeiten, welche die Natur den orientalischen Stämmenverliehen hat, siegreich schon in seinen Jugendregungen gegen die Os-manen und seitdem rastlos am Werke, Konstantinopel und Jemsalem,oder vielmehr den gesamten Orient, soviel davon noch zu retten ist, vomJoche der Barbarei zu befreien.