Band 
Erster Teil.
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den Satrapen Bessus von Baktrien, welcher den Königstitel(Artaxerxes) annahm, ermordet worden war (der makedonischeSoldat an seinem Sterbelager), unterwarfen sich die östlichen Pro-vinzen dem neuen Herrscher, welcher sich jetzt vollkommen als Groß-könig betrachtete. Er zog weiter über den Paropamisus (Hindu-kusch), überschritt den Oxus (Amu), bestrafte Bessus als Rebellennach persischem Recht und drang bis zum Jaxartes (Sir) vor,den er zur Grenze seines Reiches gegen die Scythen machte.Die Unzufriedenheit der Macedonier und Griechen mit den neuenEinrichtungen (Anbetung, Aufnahme der Perser in Heer und Ver-waltung) rief Verschwörungen hervor, welche blutig unterdrückt wurden(Philotas hingerichtet, sein Vater Parmenio und Klitus ermordet).

5. Um die nahegeglaubte Ostküste Asiens zu erreichen, zogAlexander 327 nach Indien, überschritt den Indus und dessenNebenflüsse (Kämpfe mit Porus und Hydaspes) und drang,bis zum Hyphasis, dem östlichsten Flusse des Fünfstromlandes,vor; durch eine Meuterei seines Heeres am weiteren Vorrückengehindert, zog er den Hydaspes und Acesines entlang und befuhrdann den Indus bis zu seiner Mündung. Während dann seinAdmiral Nearch mit der Flotte westwärts durch das indischeMeer und den persischen Busen zur Euphratmündung fuhr, kehrteAlexander selbst zu Lande durch die Wüste Gedrosien (Be-lutschistan) nach Persien zurück. Mit den großartigsten Ent-würfen für die Gestaltung des Reiches und neue Unternehmungenbeschäftigt, starb er im Alter von 33 Jahren 323 zu Babylon, dadie vielen Strapazen und eine unregelmäßige Lebensweise seineGesundheit untergraben hatten.

6. Da Alexander keine erwachsenen männlichen Nachkommen hinter-ließ, zerfiel seine Monarchie bald nach seinem Tode, und unter denfortwährenden Kämpfen seiner Nachfolger, der Diadochen, entstandendaraus 3 größere Reiche: Macedonien, Syrien (unter den Seleu-ciden mit der glänzenden Hauptstadt Antiochia am Orontes) undÄgypten (unter den Ptolemäern mit der durch Handel undWissenschaft blühenden Hauptstadt Alexandria). Griechenland bliebzum Teil den Macedoniern unterworfen (Tod des Demosthenes 322),zum Teil errang es später die Freiheit (der achäische und ätolischeBund). Alle diese Staaten wurden später von den Römern unterworfen.